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Landkreis Landsberg

27.11.2018

Welche Züge sind in Zukunft auf der Fuchstalbahn unterwegs?

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Die Augsburger Localbahn wird sich schrittweise von der Fuchstalbahn zurückziehen. Die Güter zwischen Augsburg und Schongau soll dann ein anderer Betreiber transportieren.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Die Localbahn Augsburg gibt den Gütertransport zwischen Augsburg und Schongau auf. Ende des Jahres soll feststehen, welches Unternehmen dann auf der Strecke unterwegs ist.

Die Augsburger Localbahn wird sich künftig beim Güterverkehr komplett auf das Augsburger Stadtgebiet konzentrieren und sich schrittweise von der Strecke Augsburg-Schongau zurückziehen. Hintergrund ist, dass der Güterverkehr auf der Fuchstalbahn angesichts sinkender Transportmengen nicht mehr rentabel sei, wie Finanz-Geschäftsführer Michael Mayinger gegenüber unserer Zeitung sagt.

Vor 20 Jahren hatte die Localbahn damit begonnen, auch außerhalb Augsburgs Güterverkehr zu fahren, konkret auf der Strecke nach Schongau (einst als Werksverkehr für Haindl/UPM) und in Richtung Aichach. Nun ziehe man sich aus diesem Geschäft komplett zurück, so Michael Mayinger, und konzentriere sich auf den Verkehr im Stadtgebiet Augsburg. Auf diese Weise wolle man aus der Verlustzone kommen. Seit dem Frühjahr hat die Localbahn mit Mayinger und Helmuth Schmitt eine neue Geschäftsführung.

Stillgelegt werden soll die Strecke laut DB Netz nicht

Bereits Anfang Oktober hatte unsere Zeitung über Gerüchte um eine endgültige Stilllegung der Fuchstalbahn berichtet. Helmuth Schmitt, Betriebs-Geschäftsführer der Augsburger Localbahn, hatte solche Überlegungen zurückgewiesen. Die Vereinbarung über die Nutzung der Fuchstalbahn im nächsten Jahr sei bereits unterzeichnet - mit der DB Netz, der die Strecke gehört. Die DB Netz kommentierte das Gerücht so: Eine Entscheidung sei nicht getroffen und es sei auch kein Genehmigungsverfahren zur Stilllegung eingeleitet worden.

Lesen Sie dazu auch: Gerüchte um die Fuchstalbahn

Helmuth Schmitt sagt, der schrittweise Rückzug der Localbahn bedeute nicht das Ende der Fuchstalbahn. Es werde weiterhin Güterverkehr geben, allerdings von einem anderen Betreiber. Derzeit befinde man sich in Gesprächen, unter anderem mit der DB Cargo. Das neue Konzept soll Ende des Jahres stehen. Derzeit sind vier Güterzüge pro Tag auf der Strecke unterwegs.

Das Unternehmen muss Stellen abbauen

Tyll-Patrick Albrecht war lange Jahre Vorsitzender der seit Mitte des Jahres aufgelösten Initiative Fuchstalbahn. Mittlerweile setzt er sich in einer Arbeitsgruppe von Pro Bahn für die Reaktivierung der Strecke für den Personenverkehr ein. Den Wechsel des Betreibers bezeichnet er als „normalen Vorgang im Wettbewerb“. Es sei gar nicht so einfach, eine Strecke einfach stillzulegen. Das Verfahren, das im Eisenbahngesetz geregelt ist, sei langwierig. Nur wenn kein Eisenbahnunternehmen Bedarf anmeldet, könne eine Strecke stillgelegt werden.

Tyll-Patrick Albrecht sieht den Betreiberwechsel durchaus als „Warn- und Weckruf“. Denn augenscheinlich sei das Güteraufkommen auf der Strecke in den vergangenen Jahren weniger geworden und rechne sich damit für die Augsburger Localbahn nicht. Zwischen zehn und 15 Mitarbeiter sind laut Unternehmen von der Umstrukturierung betroffen. Insgesamt sind bei der Localbahn 44 Mitarbeiter beschäftigt. Man bedauere den Schritt und sei in Gesprächen mit dem Betriebsrat, um eine möglichst sozial verträgliche Lösung zu erreichen. Laut Helmuth Schmitt arbeite man daran, Lösungen für eine Weiterbeschäftigung im Unternehmen oder außerhalb zu finden. Lesen Sie dazu auch: Bei der Localbahn steht Personalabbau an

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