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Landsberg

16.09.2018

Wenn Musik auf Malerei trifft

Die Malerin Gabriele Lockstaedt hat den Ellinor Holland Kunstpreis 2018 gewonnen, mit ihr freute sich Jürgen Marks, der stellvertretende Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen.
Bild: Thorsten Jordan

Landsberg platzt bei der Langen Kunstnacht aus allen Nähten. Gabriele Lockstaedt gewinnt den Ellinor Holland Kunstpreis 2018. Ein Überblick über das Riesenspektakel.

„Ungewöhnlich in jedem Format“ – unter diesem Motto stand der Ellinor Holland Kunstpreis 2018. Und es war nicht nur ein ungewöhnlicher, sondern auch außergewöhnlicher Abend im Stadttheater. An dessen Ende gingen alle Nominierten mit einem Preis nach Hause und die Besucher mit vielen interessanten Eindrücken. Bei Malerin Gabriele Lockstaedt dürfte das Hochgefühl noch einige Zeit anhalten: Denn sie wurde mit dem Ellinor Holland Kunstpreis 2018 ausgezeichnet. „Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet. Das kommt total überraschend für mich“, sagte die Gewinnerin am Rande der Preisverleihung.

Die Kunstnacht wird volljährig

Die Lange Kunstnacht in Landsberg feierte am Wochenende ihren 18. Geburtstag. Das kulturelle Kind der Stadt wurde somit volljährig und seit der Hälfte dieser Zeit sind der Ellinor Holland Kunstpreis und die dazugehörige Gala in Stadttheater und Foyer feste Bestandteile dieses Highlights im Veranstaltungskalender der Stadt. Diesmal war neben dem Motto noch etwas anderes ungewöhnlich. „Ungewöhnlich ist nicht nur das, was Sie heute zu sehen bekommen, sondern auch, dass jeder einen Preis bekommt. Das ist nicht nur ungewöhnlich, sondern wird in diesem Jahr einmalig sein“, sagte Alexandra Lutzenberger. Die Redaktionsleiterin des Landsberger Tagblatts und Organisatorin von Kunstpreis und Gala begrüßte gemeinsam mit Oberbürgermeister Mathias Neuner die Gäste im Foyer, das beinahe aus allen Nähten platzte. Die Gala – sämtliche Einnahmen durch Kartenverkauf und Spenden kommen der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung zugute – war ausverkauft. Auch sämtliche Akteure traten bei der Benefizveranstaltung ohne Gage auf.

Der Landrat in Höchstform

Der erste war Louis von Eckstein. Der Zauberkünstler und Illusionist verblüffte das Publikum mit Gedankenlesen. Viele Besucher fragten sich: „Wie macht der das?“ oder kommentierten die Show mit Worten wie „unglaublich“ oder „fantastisch“. Aber wie es sich für einen Zauberer gehört, hüllte Louis von Eckstein einen Mantel des Schweigens um seine besonderen Fähigkeiten. Dafür konnten sich Besucher von den künstlerischen Fähigkeiten von Metallkünstler Thomas Lenhart überzeugen, der seine Installation im Foyer fertigstellte. Er und viele weitere Mitglieder des Regionalverbands Bildender Künstler – der Verband war zum 30. Jubiläum auch für den Ellinor Holland Kunstpreis nominiert – stellten ihre Werke aus.

Wenn Musik auf Malerei trifft

Mit David Schöndorfer trat bei der Gala im Theatersaal ein alter Bekannter auf. Der Klarinettist aus Königsbrunn wurde von Marianne Lösch am Flügel begleitet. Landrat Thomas Eichinger führte wieder einmal gekonnt und pointiert durch den Abend und stellte nach dem Auftritt der für den Kunstpreis nominierten Gruppe „Randerscheinungen“ fest: „Da können sich manche Organisationen eine Scheibe abschneiden. Und ich war heute auf dem Parteitag der CSU.“ Die Lacher waren dem moderierenden Landrat sicher. „Randerscheinungen“ thematisiert Bereiche wie Homo- und Transsexualität und Ausgrenzung. Regisseur Max von Theben und seine Crew präsentierten einen Ausschnitt aus dem neuen Programm „Mandragora“.

Die Besucher bekommen einen Trailer vom neuen „Tatort“ zu sehen

Die Akteure um Hauptdarsteller Emanuel Kasprowicz, der auch bei äußerst schwer zu singenden Liedern wie „Undisclosed Desires“ von Muse nahezu perfekt performte, lieferten eine atemberaubende Show ab. Der Applaus des Publikums fiel entsprechend laut aus. Mit dem jungen Pianisten Markus Philipper gab ebenfalls einer der Nominierten einen Einblick in sein Können. Der erst 19-Jährige stellte sich der Herausforderung und meisterte drei Stücke des französischen Komponisten Claude Debussy.

Launig ging es beim Bühneninterview von LT-Redakteur Dieter Schöndorfer mit Alois Kramer zu. Der Geschäftsführer des Ammersee Kurier durfte in einer „Tatort“-Produktion unter der Regie von Tom Bohn eine Leiche spielen. Was die beiden bei den Dreharbeiten, die vom LT begleitet wurden, erlebt hatten, sorgte für herzhafte Lacher. Die Besucher der Kunstpreisgala erhielten in einem Trailer auch einen exklusiven Einblick in den Krimi, der am 16. Dezember im Fernsehen zu sehen sein wird.

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