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Übung

17.07.2020

Wenn der Container brennt

Ein Szenario wie bei einem Wohnungsbrand: In Hofstetten konnten die Feuerwehren den Einsatz sehr realitätsnah üben.
Bild: Wolfgang Müller

Die Feuerwehren aus dem Landkreis trainieren unter realistischen Bedingungen. Warum vielen inzwischen die Routine fehlt

Es brennt und raucht auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums in Hofstetten. Grund dafür ist, dass an fünf Tagen insgesamt 64 Feuerwehrfrauen und -männer aus dem gesamten Landkreis die Chance haben, unter optimalen und sehr realistischen Bedingungen zu trainieren.

Das Bayerische Innenministerium und der Landesfeuerwehrverband Bayern bieten den bayerischen Feuerwehren diese ganz besondere Trainingsmöglichkeit an. Dazu wird ein sogenannter Brandübungscontainer eingesetzt, der den Aktiven das Training unter sehr realistischen Bedingungen und unter vollem Atemschutz ermöglicht.

„Dies ist ganz besonders wichtig für unsere jungen und noch etwas unerfahrenen Kameraden, denn in den letzten Jahren ist der Anteil der Brandeinsätze am Einsatzaufkommen der Feuerwehren zurückgegangen“, wird Kreisbrandmeister Florian Buck in einer Mitteilung des Landratsamts zitiert. Sei der Rückgang der Brandeinsätze einerseits eine gute Nachricht, so sei es dadurch „gerade für die jungen Kolleginnen und Kollegen immer schwieriger, die erforderliche Einsatzerfahrung zu gewinnen“, so Florian Buck, Ausbildungsleiter Atemschutz im Landkreis Landsberg, weiter.

Außerdem ist der Kreisbrandmeister zuversichtlich, dass die nächste Übung mit dem Brandübungscontainer bereits im neuen Feuerwehrdienstleistungszentrum in Pürgen stattfinden kann.

Ein feststoffbefeuerter Brandübungscontainer helfe, die Ausbildungslücken zu schließen. Er soll die Atemschutzgeräteträger fit machen für schwierige Einsätze, teilt das Landratsamt mit. Die insgesamt 1,2 Millionen Euro, die der Freistaat dafür investierte, seien gut angelegt. Denn mit dem Brandübungscontainer könne eine realitätsnahe Brandbekämpfung unter umluftunabhängigem Atemschutz geübt werden.

Durch die Verwendung von Holz entsteht die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung. Die Trainingseinheiten vermitteln unter anderem, wie Brandverläufe erkannt und Gefahrensituationen richtig eingeschätzt werden können.

Das Projekt war zunächst auf vier Jahre angelegt, sodass insgesamt etwa 7200 Atemschutzgeräteträger geschult werden konnten. Nun werde dieses erfolgreiche Projekt mit der Versicherungskammer Bayern fortgesetzt. (lt)

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