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Kaltenberg

04.08.2019

Wenn die Schotten in der Kaltenberger Arena sind

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3 Bilder
Pipers Of The World beim Military Tattoo in Schloss Kaltenberg. Jede Menge gute Stimmung – und prächtige Uniformen gab es hier zu sehen. Die Besucher genossen es.
Bild: Christan Rudnik

Nach den sportlichen Wettkämpfen am Nachmittag wurde am Abend marschiert. Military Tattoo in der Arena zu Kaltenberg begeistert die Zuschauer mit flotten Uniformen und glänzenden Instrumenten.

Schloss Kaltenberg war für einen Tag und Abend lang schottisch eingefärbt: Auf einen Nachmittag voller ungewöhnlicher sportlicher Wettkämpfe in bester Highlander-Tradition auf dem gesamten Gelände folgte ein nicht weniger sportlicher, vor allem aber musikalischer Abend in der Arena. Musikkorps marschierten ein, die Mitglieder in reich verzierten Uniformen, mit glänzend polierten Blasinstrumenten und riesigen Trommeln. Musizierend bildeten sie Formationen, ja zauberten sogar richtige Choreographien in den Sand der Arena. Der Start war ein witziger. Nach der Anmoderation von Kai Fischer, der eine musikalische Rundreise durch mehrere Länder versprach, stolperte eine Gruppe rotnasiger Holländer durch das große Tor und intonierte die „Beer Barrel Polka“, bei uns besser bekannt als Stimmungslied „Rosamunde“.

Hochmusikalische Spaßvögel

Die Rotnasen „Lutkewierum“ sind ein niederländisches Ensemble hochmusikalischer Spaßvögel, die immer wieder bei Events wie dem Tattoo allen die Schau stehlen können. In Kaltenberg waren sie perfekter Opener, um das zahlreiche Publikum in Stimmung zu bringen. Die Musikkorps marschierten ein, das große Tattoo konnte beginnen. Als erstes zeigte sich die ebenfalls in den Niederlanden beheimatete Flora Band. Es folgten das Musikcorps Ufhausen (Hessen), The Band of Liberation (Niederlande) und das Musikcorps Bickenbach (Hessen). Die mehreren hundert Musiker bildeten einen Massenchor, der sich von Major Jason Griffiths nach ein paar kleineren Intonationsproblemen willig und gut zu einer Einheit zusammen führen ließ.

Kilts in unterschiedlichen Tartans

Für zusätzlichen Rhythmus sorgte dabei ein extra Musiker an einem größeren Drumset. Ganz in englischer Tradition, Griffiths leitete unter anderem einige Jahre lang die Militärparade „Trooping the Colour“, durften die Besucher „Land of Hope and Glory“ genießen, was ein wenig an die „Last Night of the Proms“ erinnerte. Mit dem „River Kwai Marsch“ - er war im Lauf des Abends noch mehrfach zu hören - zogen die vier Corps aus. Und schon öffnete sich das große Tor erneut und der nächste Höhepunkt war im Anmarsch. Die „Pipers of the World“ sind wie Kai Fischer erläuterte, Musiker aus aller Welt, die von der gemeinsamen Liebe zur typisch schottischen Musik mit Bagpipes and Drums (Dudelsäcke und Trommeln) zusammengebracht hat. Mit ihnen wurde es in der Arena dann so richtig schottisch.

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Carmen und auch Offenbach klangen an

Die Kilts in unterschiedlichen Tartans (Stoffmuster der Kilts), die Jacken voller Orden und Auszeichnungen, die Kopfbedeckungen als Hinweis auf das jeweilige Regiment - so boten die Musiker ein farbenprächtiges Bild. Nach weiteren Solo Marschier-Shows der weit angereisten Korps, wobei auch Takte aus Carmen oder der bekannte Can Can von Jacques Offenbach anklangen, wurde es Zeit für den großen Auftritt des Blasorchesters Geltendorf. Und auch sie hatten den perfekten Marschierschritt drauf und führten damit die mit Pferden und vielen verschiedenen Uniformen aus Regensburg angereisten Mitglieder des „Königlich-bairischen 2. Chevauxlegers-Regiments Taxis“ in die Arena.

Dann mussten die Zuschauer singen

Die vom ganzen Zuschauerrund gesungene Bayernhymne war hier das I-Tüpfelchen. Danach brachten Wadokyo mit ihren Taiko-Trommeln und den treibenden Rhythmen, die sich in der Gegenkurve brachen und den Sound verstärkten, die Stimmung schier zum Kochen und die einschleichende herbstliche Kühle zum Rückzug. Jetzt waren die Besucher offen für alles, wogten und grölten bei „An der Nordseeküste“ mit, vergnügten sich bei Hits aus Webber-Musicals oder mit dem Pink Panther, den eines der Korps durch die Arena springen ließ. Sogar die gute alte „Köhlerliesel“ klang irgendwann an, bei immer neuen Formationen und Choreographien der Bands.

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