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Bürgermeisterwahl

03.01.2018

Wer soll in Denklingen regieren?

Am 14. Januar werden die Denklinger Bürger ihren neuen Rathauschef wählen. Im Bild ist die Hauptstraße des Ortes samt Kriegerdenkmal und ehemaligem Gasthaus Hirsch zu sehen, das derzeit zum neuen Rathaus umgebaut wird.
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Am 14. Januar werden die Denklinger Bürger ihren neuen Rathauschef wählen. Im Bild ist die Hauptstraße des Ortes samt Kriegerdenkmal und ehemaligem Gasthaus Hirsch zu sehen, das derzeit zum neuen Rathaus umgebaut wird.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Am 14. Januar fällt in Denklingen die Entscheidung, wer neuer Bürgermeister wird. Andreas Braunegger ist einziger Kandidat. Trotzdem ist noch Platz auf den Stimmzetteln.

Am Sonntag, 14. Januar, wird er gewählt, der neue Bürgermeister der Gemeinde Denklingen. Oder wird es doch eine Bürgermeisterin? Spätestens um 20.30 Uhr, wenn der Wahlausschuss in seiner öffentlichen Sitzung das vorläufige amtliche Ergebnis bekannt gibt, wird klar sein, ob tatsächlich Andreas Braunegger der Nachfolger von Michael Kießling wird. Denn nur sein Name steht auf dem Stimmzettel.

Allerdings gibt es darunter eine leere Zeile, in die jeder wahlberechtigte Denklinger den Namen seines Wunsch-Bürgermeisters oder seiner Wunsch-Bürgermeisterin handschriftlich eintragen kann. Wie berichtet, ist die „außertourliche“ Bürgermeisterwahl in Denklingen notwendig, weil der bisherige Chef des Rathauses, Michael Kießling, seit der Bundestagswahl 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages ist und somit sein Amt als Bürgermeister nicht weiter ausüben kann.

In den Ortsteilen gibt es keine Kandidaten

Drei Aufstellungsversammlungen hat es in der Gemeinde Denklingen gegeben. In Denklingen selbst, in Epfach und auch in Dienhausen. Allerdings konnte weder die Freie Wählergemeinschaft Epfach noch die Freie Wählervereinigung Dienhausen am Ende ihrer Versammlung einen Bürgermeisterkandidaten präsentieren. Nur CSU/Freie Bürger und die Freie Wählergemeinschaft Denklingen schafften es, einen gemeinsamen Kandidaten ins Rennen zu schicken, eben Andreas Braunegger.

Wer soll in Denklingen regieren?

Der 50-jährige Familienvater ist in seiner Heimatgemeinde schon seit Jahren aktiv und bekannt. Nicht zuletzt aufgrund seiner vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Theaterverein oder im Veteranenverein. Braunegger war auch Initiator des Bürgerbegehrens „Rathaus-Stopp“ gegen den geplanten Rathaus-Neubau. Weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt wurde Braunegger mit der 2011 ins Leben gerufenen Typisierungsaktion „Flori will leben“ für den damals 15 Jahren alten an Krebs erkrankten Jungen aus Denklingen (LT berichtete).

Dass eine wie auch immer gelagerte politische Kandidatur nicht unbedingt ein erfolgreiches Ergebnis mit sich bringen muss, hat Braunegger bereits zwei Mal für die Freie Wählergemeinschaft Denklingen erfahren. Damals hatte er für den Gemeinderat kandidiert, scheiterte aber beide Male knapp.

Einige Projekte warten auf den neuen Bürgermeister

Sollte Braunegger dieses Mal die entsprechende Zahl der Stimmen aus der Denklinger Bevölkerung für sich gewinnen können, würde der Vater von fünf Kindern nach eigenen Angaben ab Dienstag, 16. Januar, sein neues Amt antreten und die Geschicke der Gemeinde Denklingen leiten. Er will die großen Projekte, die in Denklingen durch Michael Kießling und den Gemeinderat (der in unveränderter Zusammensetzung unter dem neuen Rathauschef weiter arbeitet) angestoßen wurden, fortsetzen. Das seien die neue Wasserversorgung, der Umbau des ehemaligen Gasthauses Hirsch zum Rathaus und das geplante Bürger- und Vereinezentrum.

Vorher aber gilt es für die etwa 2100 wahlberechtigen Denklinger, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und zu entscheiden, wer künftig auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nimmt. Die Wahllokale im Gemeindegebiet sind am 14. Januar von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

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