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Geltendorf

24.04.2015

Wer spart am meisten Strom?

(Von links) Zweiter Bürgemeister Robert Sedlmayr zeichnete die besten Stromsparer aus, die sich am Wettbewerb der Gemeinde Geltendorf beteiligt haben: Dietrich Broesche, Ulrike Osman, Heinz Hawran und Erich Widmann, der einen Sonderpreis erzielte.
Bild: Stephanie Millonig

Energiebewusste Bürger ausgezeichnet. Gemeinderat will Straßenbeleuchtung auf LED umrüsten

Das Thema Stromsparen stand beim Geltendorfer Gemeinderat in der jüngsten Sitzung auf der Tagesordnung: Die Gemeinde hatte einen Wettbewerb ausgelobt, in dem es darum ging, eine möglichst hohe Stromeinsparung gegenüber dem Vorjahr zu erzielen. Datenbasis waren die Stromabrechnungen. Bewertet wurden auch die Originalität und Nachhaltigkeit der getroffenen Maßnahmen.

Außerdem wurde auch ein Sonderpreis für einen vorbildlichen Energiehaushalt ausgelobt. Denn wer in den Vorjahren schon sehr viel eingespart hat, konnte jetzt natürlich nicht mehr mit hohen Einsparungen punkten. So ging es um die Gesamtbewertung aller getroffenen Energiesparmaßnahmen und einen besonders niedrigen Pro-Kopf-Verbrauch. Hier hatte Erich Widmann aus Walleshausen mit einem Verbrauch von 599 Kilowattstunden pro Person im Haushalt die Nase vorn. Widmann konnte von 2013 auf 2014 den Verbrauch von 2023 auf 1797 Kilowattstunden um weitere elf Prozent reduzieren.

Mit einer Reduzierung um 42 Prozent von 3546 auf 2054 Kilowattstunden gelang Heinz Hawran die größte Einsparung. Mit 1027 Kilowattstunden pro Person liegt sein Haushalt gleichauf mit dem von Ulrike Osman, die ihren Verbrauch von 4293 auf 3080 Kilowattstunden um 28 Prozent reduzierte. Dietrich Broesche konnte die Strommenge von 2735 um fast 17 Prozent auf 2275 Kilowattstunden verkleinern.

Die Gemeinde selbst will auch selbst Strom sparen: Wolfgang Buttner stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein Konzept vor, die Beleuchtung in den gemeindlichen Liegenschaften und die Straßenbeleuchtung auf LED umzustellen. Er schlägt vor, dass keine neuen Leuchten, also beispielsweise Straßenlaternen, aufgestellt werden, sondern Leuchtmittel nach dem Retrofit-Prinzip, die sich auch mit bestehenden Leuchten nutzen lassen. Buttner geht davon aus, dass die Gemeinde bei ihren Liegenschaften um die 34000 Euro an Stromkosten einsparen kann und bei der Straßenbeleuchtung fast 80000 Euro.

Der Gemeinderat war somit auch einstimmig dafür, die Straßenlampen auszutauschen. Bevor jedoch ausgeschrieben wird, will man sich eine Musterstraße der Lech-Elektrizitätswerke ansehen. Denn Buttner demonstrierte, wie sich Lichtfarben unterscheiden: Je nach Blauanteil wirkt es mal wärmer, mal kälter. Auch Geschäftsstellenleiter Florian Hänle riet dazu, dass sich die Gemeinderäte über die Wirkung der einzelnen Lichter – ob mehr gelblich oder weiß – eine Meinung bilden sollten. Alle zwei Wochen habe er einen Bürger am Telefon, dem das Straßenlicht zu hell, zu dunkel, zu Weiß oder zu Gelb sei.

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