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Landsberg

14.09.2018

Wer wählen darf, bekommt jetzt Post von der Gemeinde

Am 14. Oktober werden Landtag und Bezirkstag in Bayern neu gewählt.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

In vier Wochen heißt es Kreuzchen machen bei der Landtagswahl. Was die Wähler im Landkreis Landsberg dazu wissen sollten.

Dieser Tage liegen – von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich – die Wahlbenachrichtigungen für die Landtags- und Bezirkstagswahl am 14. Oktober im Briefkasten. Die Frist dazu ist von 3. bis 21. September, dann müssen die Benachrichtigungen zu dieser Landtags- und Bezirkstagswahl eingegangen sein. Wer noch keine entsprechende Aufforderung bekommen hat, kann sich in einer Woche bei seiner Gemeinde schlau machen, wie der Wahlleiter im Landratsamt, Andreas Graf, bei einem Gespräch mit dem LT erläutert: „Ab 24. September liegen die Wählerverzeichnisse eine Woche aus.“

Wahlberechtigte müssen mindestens drei Monate im Freistaat leben

Wer darf eigentlich wählen? Deutsche Staatsbürger, die zum Stichtag der Wahl 18 Jahre alt sind, also am 14. Oktober 2000 und früher geboren wurden. Der Wähler muss mindesten drei Monate in Bayern gewohnt haben, der Stichtag ist in diesem Fall der 14. Juli. Als Wähler kommt man in das Wahlverzeichnis der Gemeinde, in der man seit 2. September mit Hauptwohnsitz gemeldet ist, wie Andreas Graf erläutert. Im Stimmkreis 120 (Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck-West) werden dies laut Graf rund 129.000 Menschen sein, wovon rund 21.000 Wahlberechtigte auf die Stadt Landsberg entfallen und 27.000 auf die Stadt Fürstenfeldbruck.

Es werden wichtige Daten gesammelt

Ihre Stimme werden diese Wähler in 159 Stimmbezirken und 70 Briefwahlstimmbezirken abgeben, so die Statistik von Andreas Graf. Die Tendenz sei bei der Briefwahl steigend. „Es gibt vier sogenannte Auswahlstimmbezirke für die repräsentative Wahlstatistik des Landesamts für Statistik“, erläutert der Beamte. In Fürstenfeldbruck, Landsberg, Eching und Kottgeisering gebe es je einen Stimmbezirk, bei dem auf dem Wahlzettel Geschlecht und Altersgruppe vermerkt sind, sodass in anonymisierter Form Wahlverhalten analysiert werden kann. Wer per Briefwahl wählen will, kann dies beantragen: Entweder man geht direkt zur Kommune und holt sich die Briefwahlunterlagen ab oder man beantragt den Wahlschein schriftlich oder per E-Mail.

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Im Stimmkreis gibt es zehn Direktkandidaten

Beige sind die Stimmzettel für die Landtagswahl, blau die für die Bezirkstagswahl, jeweils ein kleiner und ein großer. Die Stimmabgabe ist einfach: Pro Zettel ein Kreuz, wie Graf anhand der Musterwahlzettel zeigt. Der kleine Zettel listet die Stimmkreiskandidaten auf, landläufig Direktkandidat genannt. Im Stimmkreis 120 benennen - wie berichtet - zehn Parteien Direktkandidaten für den Landtag und ebenso viele für den Bezirkstag. Im gesamten Wahlkreis – es handelt sich hier um den Bezirk Oberbayern – treten dagegen 17 Gruppierungen für den Landtag und 14 für den Bezirkstag an. Diese Wahlkreislisten, beziehungsweise Listen für die Zweitstimmen, sind auf den großen Zetteln zu finden.

So läuft die Sitzverteilung ab

In den insgesamt 229 Stimmbezirken im Stimmkreis 120 – auch Wahllokale genannt – werden von Wahlvorständen mit durchschnittlich sieben bis zehn Personen am Abend des 14. Oktober die Stimmen ausgezählt. Schon feststehen wird an diesem Abend, wie Andreas Graf sagt, wer als Direktkandidat ins Maximilianeum einzieht und wie viele Sitze den jeweiligen Parteien zustehen. Dies ergibt sich aus der Summe der Erst- und Zweitstimmen einer Partei. Von den 180 Landtagsabgeordneten sind aber nur 91 Direktkandidaten, die restlichen Sitze besetzen die Listenkandidaten. Wer über diesen Weg ein Mandat bekommt, wird erst später feststehen. 2013 dauerte es bis Dienstag, bis diese Stimmen ausgezählt waren.

Denn die Summe aus Erst- und Zweitstimme entscheidet nicht nur über das Sitzverhältnis im Landtag, sondern auch darüber, welcher Kandidat aus der Wahlkreisliste in den Landtag kommt. „Dies gilt aber nur, wenn eine Partei die fünf Prozent erreicht hat“, so Andreas Graf. Die Sitze werden übrigens pro Wahlkreis verteilt: Von den 180 Sitzen im Landtag stehen den Oberbayern 61 Abgeordneten zu.

Zustellung Die Deutsche Post weist darauf hin, dass die Wahlbenachrichtigungen im Briefzentrum Augsburg nach Orten, Straßen und in Gangfolge sortiert und anschließend an alle Wahlberechtigten ausgeliefert würden. Bis Sonntag, 23. September, sollten die Wahlbenachrichtigungen bei allen Wahlberechtigten vorliegen. Damit die Postboten diese wichtige Post zuverlässig und schnell zustellen können, bittet die Deutsche Post ihre Kunden, in den nächsten Tagen nach ihrem Briefkasten zu schauen, ob die Beschriftung noch aktuell und gut lesbar ist.

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