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Apfeldorf

02.02.2019

Wer zieht ins Rathaus ein? Ein Trio will es wissen

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Wer regiert ab Mai 2020 im Apfeldorfer Pfarrhof? Schon jetzt haben drei Bewerber Interesse am Bürgermeisteramt bekundet. Neben Amtsinhaber Georg Epple sind das Zweiter Bürgermeister Gerhard Schmid und Gemeinderat Robert Frühholz. Alle drei sind bei der CSU.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Bis zu den Kommunalwahlen im Jahr 2020 dauert es noch. Aber schon jetzt stehen in Apfeldorf drei Bewerber zur Verfügung.

Gleich drei Kandidaten wollen sich in Apfeldorf bei den Kommunalwahlen 2020 für den Posten als Bürgermeister bewerben. Nachdem der amtierende Gemeindechef Georg Epple bereits seine erneute Kandidatur bekannt gegeben hatte, folgen jetzt auch Zweiter Bürgermeister Gerhard Schmid und Gemeinderat Robert Frühholz.

„In letzter Zeit kamen immer mehr Apfeldorfer auf mich zu und wollten wissen, ob ich mich zur Wahl stelle“, erläuterte Gemeinderat Robert Frühholz gegenüber dem LT. In der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte er jetzt öffentlich seine Kandidatur: Es sei ihm wichtig gewesen, das Ratsgremium und Bürgermeister Epple frühzeitig zu informieren. Frühholz, der in wenigen Tagen 48 wird, ist verheiratet, hat vier Kinder und ist Bankkaufmann. Er möchte für die Gemeinde Apfeldorf gerne etwas bewegen.

Viele Baustellen im Ort

Aus diesem Grund habe er sich auch 2014 in den Gemeinderat wählen lassen. Doch dabei habe er feststellen müssen, dass „die Möglichkeiten und die Richtung, in die ich als Gemeinderat was bewegen kann, sehr begrenzt sind. Es laufen alle wichtige Verhandlungen und Informationen über den Bürgermeister“. Und: „Nichts ist zermürbender, als wenn man viel Engagement und Zeit in eine Sache investiert und dann nichts passiert.“ Deshalb sei für ihn klar gewesen: „In der nächsten Wahlperiode muss sich was ändern.“ Deshalb hat er sich zur Kandidatur entschieden.

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Er spricht von mehreren Baustellen im Ort. „Gefühlt eine Ewigkeit planen wir schon am Kindergarten und an unserem Dorfgemeinschaftshaus. Bei der Wasserversorgung bewegt sich auch nichts, was umso bedenklicher ist, als der Brandschutz darunter leidet“, so Robert Frühholz. Auch die Straßenquerung der Hauptstraße zur Schule und zum Kindergarten sei in seinen Augen noch immer unbefriedigend. Robert Frühholz wäre nicht der erste Bürgermeister in der Familie: Sein Ur-Urgroßvater Josef Schmid leitete bereits von 1870 bis 1881 die Geschicke der Gemeinde.

Schmid kennt die Verwaltungsseite

Nicht nur Frühholz, sondern auch Zweiter Bürgermeister Gerhard Schmid will es wissen. „Ich bin seit 2014 Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Apfeldorf, und mir macht diese Aufgabe Spaß. Mir gefällt das Metier – man ist am Menschen dran. Ich glaube, ich habe mich auch schon zum Wohle der Gemeinde einbringen können und will das auch weiterhin tun.“ Der 46-jährige zweifache Familienvater leitet die Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal. Was die Aufgaben in Apfeldorf betrifft, möchte er das fortführen, was bereits begonnen wurde. Als wichtige Projekte nennt er den Kindergarten, das Dorfgemeinschaftshaus, das Feuerwehrhaus und die Wasserversorgung. Außerdem sei es ihm wichtig, dass ältere Menschen im Ort bleiben können, was durch Mehrgenerationenhäuser und Barrierefreiheit erreicht werden könne.

Mithilfe der Städtebauförderung, für die er sich sehr eingesetzt habe, wolle er den Ortskern beleben. Es gebe zum Beispiel viele leerstehende landwirtschaftliche Gebäude, die zu Wohnraum umgenutzt werden könnten. Durch seine berufliche Tätigkeit verfüge er über Verwaltungsfachwissen und über die nötige Finanzkompetenz, um die vielen anstehenden Projekte zu verwirklichen. Zudem habe er ein gutes Netzwerk zu übergeordneten Behörden und Kollegen.

Für Epple wäre es die dritte Amtszeit

Damit hätte der amtierende Bürgermeister Georg Epple gleich zwei Gegenkandidaten. Überrascht sei er darüber nicht: Das habe sich schon abgezeichnet, meinte er, und sieht die Sache gelassen: „Ich lasse das auf mich zukommen. Es gibt momentan Wichtigeres als die Kommunalwahl“, betont er, „es stehen genügend Dinge an, die erledigt werden müssen.“ So sei es zum Beispiel wichtig, dass das Baugebiet fertiggestellt werde. Die Planung des Dorfgemeinschaftshauses mit Turnhalle müsse die Gemeinde auf den Weg bringen und den Kindergartenumbau fertigstellen.

Als weitere Ziele nannte Epple die Ergänzung der Trinkwasserversorgung: Es müsse in Apfeldorf eine Notversorgung aufgebaut werden. Außerdem wolle er weiterhin Schritte unternehmen, um in Apfeldorf ein Gewerbegebiet zu schaffen. „Dies ist schon seit Jahrzehnten ein Wunsch in der Gemeinde, jedoch trifft uns der Naturschutz, Landschaftsschutz, Vogelschutz und so weiter bei allen möglichen sinnvollen Standorten.“ Der 70-Jährige ist seit knapp elf Jahren Bürgermeister und will 2020 für eine dritte Amtsperiode kandidieren.

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