Jubiläum

24.06.2013

Wider das Vergessen

Soldaten- und Reservistenvereinsvorsitzender Hermann Wurm (links) sowie Schirmherr und Bürgermeister Leonhard Wörl legen zum Gedenken einen Kranz am Eglinger Kriegerdenkmal nieder.
2 Bilder
Soldaten- und Reservistenvereinsvorsitzender Hermann Wurm (links) sowie Schirmherr und Bürgermeister Leonhard Wörl legen zum Gedenken einen Kranz am Eglinger Kriegerdenkmal nieder.
Bild: Walter Herzog

Der Soldaten- und Reservistenverein Egling-Heinrichshofen feierte sein 140-jähriges Bestehen.

Der „Soldaten- und Reservistenverein Egling-Heinrichshofen Traditionsverein von 1873 beging sein 140-jähriges Gründungsjubiläum am Sonntag mit einem festlichen Programm. Nach einem würdigen Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St, Vitus, zelebriert von Pfarrer Fritz Kahnert, zog die Festgemeinde zum Kriegerdenkmal, um an die Gefallenen und Vermissten der Kriege zu erinnern. Unter den Klängen der Blaskapelle Egling-Heinrichshofen begleiteten zahlreiche Fahnenabordnungen der örtlichen und befreundeten Vereine aus den Nachbargemeinden sowie der Reservistentrommlerzug Oberland den Jubiläumsverein.

Drei Böllerschüsse durchbrachen die Stille des Besinnens, als die Fahnen sich zum Gedenken senkten und Vorsitzender Hermann Wurm und Bürgermeister Leonhard Wörl zu den Klängen des Liedes vom guten Kameraden einen Kranz niederlegten. „Zwar ist das Denkmal unter den Linden Erinnerung und Mahnung an die Kriege, an die Gefallenen sowie die Toten in der Zivilbevölkerung, trotzdem haben wir das Ziel eines dauerhaften Friedens noch nicht erreicht“, führte Wurm in seiner Gedenkrede aus und erinnerte daran, dass heute wieder Soldaten der Bundeswehr in Krisengebieten im Einsatz seien.

Im anschließenden Festakt blickte der Vorsitzende auf die vergangenen 140 Jahre des Vereinslebens zurück und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass trotz der Aussetzung der Allgemeinen Wehrpflicht sich junge Leute bereit erklären, den Veteranenvereinen beizutreten, um Werte wie Tradition, Pflichterfüllung, Treue und Dient am Nächsten zu wahren.

Wider das Vergessen

Diesen Gedanken schloss sich auch Schirmherr und Bürgermeister Leonhard Wörl an, als er sagte: „Die Erfahrungen, Werte und Wissen über das Gestern weiterzugeben, ist für jede Gesellschaft wichtig und nötig.“ Es gelte, die Erinnerung wach zu halten und Brücken zwischen den Generationen zu schlagen – so wie die Mitglieder des Veteranen- und Reservistenvereins Egling-Heinrichshofen es tun.

Eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe der Veteranenvereine skizzierte die stellvertretende Landrätin Ruth Sobotta in ihrem Grußwort. „Die gegenseitige Unterstützung bei der Verarbeitung furchtbarer Erlebnisse in den Kriegen hat manchen Soldaten wieder geholfen, sich im Alltag zurechtzufinden“, so Sobotta und erinnerte in diesem Zusammenhang an unsere Bundeswehrsoldaten, die teilweise traumatisiert von Auslandseinsätzen zurückkämen. „Hier leistet die Kameradschaft der Soldaten- und Veteranenvereine eine Arbeit, deren Wert für die Gesellschaft gar nicht hoch genug angesetzt werden kann.“

Für den Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge dankte der Kreisvorsitzende Johann Hartmann für die jahrzehntelange Unterstützung bei der friedensstiftenden Erinnerungsarbeit und den jährlichen Haussammlungen. Mit der Losung der Deutschen Kriegsgräberfürsorge, „Die Toten verpflichten die Lebenden“, gehe der Jubiläumsverein konform.

Neben den Festreden und Grußworten gab es vom Reservistenverband, Kreisgruppe Oberland, sicherheitspolitische Informationen zu den Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräften sowie zur Bundeswehrreform.

Dass der Soldaten- und Reservistenverein Egling-Heinrichshofen, der älteste Verein des Ortes, in der Dorfgemeinschaft ehrliche Reputation genießt, zeigte sich dadurch, dass Vertreter aller Vereine und Generationen am Jubiläumsfest teilnahmen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren