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Windach

21.01.2019

Wie Windachs Schule saniert wird

Die Schule in Windach soll saniert werden.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Fachleute haben nach einer Ortsbesichtigung ihre Forderungen gestellt. Vor allem die Fenster sind ein Problem. Dabei geht es auch ums Geld.

Die unter Denkmalschutz stehende Windacher Schule soll in erforderlichem Umfang saniert werden. Der Maßnahmenkatalog sieht unter anderem die Erneuerung der Sanitäranlagen, der Fußbodenheizung, des Schallschutzes, der Beleuchtung, der Außendämmung und eine Fenstersanierung bei Bedarf vor. Das beschloss der Schulverbandsrat einstimmig in der jüngsten Sitzung. Vorausgegangen war ein Ortstermin mit Denkmalschutz-Beauftragten.

Warum sich die Sanierung verzögert hat: Grundschule Windach: Die Sanierung muss weiter warten

Probleme mit den Fenstern

Bei einer Gegenstimme wurde die Verwaltung beauftragt, als Erstes einen Architekten-Eignungswettbewerb auszuschreiben und ein entsprechendes Vergabeverfahren durchzuführen. Die Planungsbüros werden von der Verwaltung ausgesucht und angeschrieben mit dem Hinweis, dass die Vergabe stufenweise erfolgt. Während der Sitzung Anfang Dezember 2018 hatte es noch nicht danach ausgesehen, als ob eine Sanierung so ohne Weiteres möglich wäre. Grund war, dass der mit Vorplanungen beauftragte Architekt Thomas Dahmen von Hindernissen bezüglich des Denkmalschutzes gesprochen hatte. Als problematisch hatte Dahmen unter anderem die energetische Optimierung der Fenster dargestellt. Die Heizkörper, so der Planer, könnten, auch wenn die gewünschte Fußbodenheizung installiert werde, ebenfalls nicht entfernt werden.

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Aufgrund solcher Aussagen hatte das Gremium beschlossen, Fachleute vom Landesamt für Denkmalschutz zu einem Ortstermin einzuladen und Gespräche zu führen. Letztere verliefen durchaus positiv. Die Denkmalschützer Dr. Thomas Hermann aus dem Landesamt sowie Dr. Heide Weißhaar-Kiem und Herbert Mayr aus dem Landratsamt Landsberg erläuterten ihren denkmalpflegerischen Ansatz. So müsse ein gewisses Maß an zeittypischen Elementen erhalten bleiben.

Eine vernünftige Lüftung

Knackpunkt sind die Fenster, die den Baustil der 1970er-Jahre auch nach außen verkörpern. Das macht die Sanierung nicht gerade einfach. Erster Ansatz müsste für den Schulverband laut Hermann sein: „Wie können wir die Fenster wärmetechnisch optimieren und reicht uns das dann? Oder wollen wir Energetik 2020?“ Echings Bürgermeister Siegfried Luge forderte optimale energetische Sanierung plus vernünftige Lüftung und Wärmedämmung. Andernfalls fürchte er um die möglichen Fördergelder nach FAG (Finanzausgleichsgesetz).

Nicht so gern wird seitens des Denkmalschutzes auch eine Fassaden-Außendämmung gesehen. Diese verändere das Bild des Gebäudes, wird befürchtet. Die Holzdecken in den Klassenzimmern seien zu erhalten, Akustikelemente könnten darunter eingebaut werden. Die Bretter der Deckenverschalung seien weniger von Belang und deshalb austauschbar. Hermann empfahl zudem Schadstoffuntersuchungen an den Hölzern. Die Heizkörper können laut Hermann entfernt werden. Generell allerdings, betonte der Denkmalschutzbeauftragte, sei es stets leichter, etwas hinzuzufügen als wegzunehmen.

Richard Michl ist skeptisch

Bevor es zur Abstimmung kam, hatte sich Verbandsvorsitzender Richard Michl skeptisch geäußert. Der Windacher Bürgermeister sprach sich dafür aus, nur nachzubessern, den Brandschutz zu optimieren und die Toilettenanlagen zu erneuern. Eresings Bürgermeister Josef Loy hingegen hielt eine größere Sanierung für notwendig. Ein ordentlicher Schulbetrieb müsse möglich sein, sagte Loy, der vorher erneut auf die Oberdachdämmung hingewiesen hatte, deren Funktion endlich geprüft werden solle. „Wir suchen uns einen Architekten mit Erfahrung in Dingen des Denkmalschutzes“, schlug Loy vor.

Siegfried Luge sah ebenfalls die Möglichkeit, die Schule optimal zu sanieren, da sich die Denkmalschützer kooperativ gezeigt hätten.

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