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Landsberg

08.11.2017

Wie aus 1300 Plastikflaschen ein Gewächshaus wird

In der Aula der Beruflichen Schulen in Landsberg bauten die Schüler der Klasse WB12a in ihrer Freizeit ein Gewächshaus aus rund 1300 Plastikflaschen, alten Paletten und einer gebrauchten Wäscheleine. Danach präsentierten sie sich stolz vor ihrem Projekt.
Bild: Marlene Ostler

Schüler der Beruflichen Schulen haben an einer Aktionswoche teilgenommen. Sie wollen zeigen, wie Müll wiederverwertet werden kann.

Was werfen wir nicht alles weg. Plastikflaschen zum Beispiel. Dabei kann man daraus sogar ein Gewächshaus bauen. Wie, das haben jetzt Schüler der Beruflichen Oberschule (BOS) in Landsberg gezeigt. Denn zur „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ entschloss sich das neu gegründete Sozialkunde-Seminar unter dem Motto „Nachhaltige Lebensstile“ an dieser Aktion teilzunehmen. Die Klasse WB12a war hoch motiviert: „Mit etwas Kleinem geben wir uns nicht zufrieden. Wir als BOS möchten gerne etwas Größeres bauen.“ Ein Schüler der Klasse hatte bei Galileo gesehen, wie ein Gewächshaus aus Plastikflaschen gebaut werden kann und schon hatte man eine konkrete Idee.

Gearbeitet wurde auch in der Freizeit

Es war eine Mammutaufgabe, aber dank des Engagements, handwerklichen Geschicks und Organisationstalents einiger Schüler der Klasse WB12a wurde es möglich: Innerhalb von 14 Tagen musste das Gewächshaus stehen, rechtzeitig zur Präsentation. Die ganze Klasse war bereit, ihre Freizeit für dieses Projekt zu opfern. Die betreuenden Lehrkräfte staunten nicht schlecht, wie sich die jungen Erwachsenen unter der Leitung des Klassensprechers und Projektleiters Enzo Hirsch eigenständig organisierten, einen Bauplan anfertigten und kreative Problemlösungen für anstehende Herausforderungen fanden.

Kaufanfragen werden abgelehnt

Sie sägten, schraubten und fädelten schließlich etwa 1300 Flaschen ein. Wie das Gewächshaus nach und nach entstand, kann man noch bis zum 17. November in der Aula der Beruflichen Schulen anhand eines Videos sehen. Nicht einmal 40 Euro hat dieses Projekt gekostet. So wurden beispielsweise als Material alte Paletten, leere PET-Flaschen und eine gebrauchte Wäscheleine benutzt. Sogar die Dekoration wurde von den Schülern selbst gebastelt. So entstanden liebevoll verzierte Blumentöpfe aus alten Marmeladengläsern und Dosen.

Ziel der Aktion „Gewächshaus“ war es, auf die Plastikmüllberge aufmerksam zu machen und gleichzeitig zu zeigen, wie Müll wiederverwertet werden kann. Das Gartenhaus ist nicht nur schön anzusehen, es ist stabil, lichtdurchlässig und isoliert auch gut. So können dort Pflanzen und Kräuter ohne große Heizkosten wachsen. Und so gibt es bereits einige Anfragen, das Gartenhaus zu kaufen. Schulleiter Dietmar Bauer weist diese Kaufanfragen vehement zurück: „Dieses Gewächshaus ist unverkäuflich und bleibt in der Schule.“

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