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Ellighofen

23.11.2018

Wie ein junger Landsberger den Rhythmus im Blut hat

Das Schlagwerk hat es ihm angetan. Leon Dorn aus Ellighofen ist einer der diesjährigen Kulturförderpreisträger des Landkreises.
Bild: Richard Schönherr

Leon Dorn aus Ellighofen will vom Schlagzeugspielen leben können. Jetzt bekommt er den Kulturförderpreis des Landkreises.

Wenn einer - kaum dass er stehen und laufen kann - stets auf der Suche nach Gegenständen ist, mit denen er Rhythmus klopfen kann, dann dürfte für das familiäre Umfeld klar sein, dass hier wohl ein Schlagzeuger heranwächst. Leon Dorn war so einer. Mit zwei oder drei Jahren schon hat er daheim in Ellighofen auf alle möglichen Gegenstände getrommelt. Seine Eltern erkannten das Potenzial, hatten ein Einsehen und der Bub war an der Städtischen Sing- und Musikschule angemeldet.

Mit fünf Jahren erhielt Leon bei Stefan Schmid ersten Schlagzeugunterricht. Es folgten Wettbewerbsteilnahmen, die stets mit Preisen belohnt wurden. In verschiedenen Ensembles schnupperte der Bub Bühnenluft. Zunächst war das Licca Percussiva, rasch folgten Stadtjugendkapelle, Schwäbisches Jugendsinfonieorchester, hailix bLECHle, Landesjugendjazzorchester. Mittlerweile ist Leon Dorn ein immer noch vom Schlagzeug begeisterter 19-Jähriger, der die Musik zum Beruf machen will. In Anerkennung seiner bisherigen Leistungen und als Anschubmotivation für die Zukunft wird er mit dem Kulturförderpreis des Landkreises ausgezeichnet.

Leon Dorn lernte auch einige Jahre Klavier

Der schulische Weg des jungen Musikers verlief gerade. Auf die Grundschule in Erpfting folgten Dominikus-Zimmermann-Gymnasium in Landsberg und Abitur. Fast ebenso „straight“ zog Leon seine musikalischen Ambitionen durch. „Bei Einführungen in Orchester hab’ ich als kleiner Junge schon immer nur auf die Schlagzeuger geschaut“, erinnert er sich. „Rhythmus ist einfach das coolste für mich.“ Trotzdem genoss Leon neben Schlagwerk, auch mehrere Jahre Klavierunterricht bei Dr. Maximilian Hofbauer. Irgendwann wurde die Doppelbelastung aber zu viel. Auch beim Schlagwerk änderte sich mit den Jahren einiges. Leon Dorn probierte zunächst alles aus der großen Familie der Rhythmusinstrumente, war von Marimba- oder Vibrafon genauso angetan wie von Cow Bells oder Eigenbauten.

Irgendwann einmal will er davon leben können

Mit der Zeit aber lebte er seine rhythmischen Fähigkeiten immer mehr am Drumset – umgangssprachlich „Schlagzeug“ – aus. Der klassische Aufbau mit verschiedenen Trommeln und Becken, dazu Hi-Hat und diverser perkussiver Kleinkram hatte es dem Schlagzeuger angetan. Er wurde mehr und mehr zum Drummer, sammelte erste Erfahrungen in Bands. „Mit 15 hab ich nur noch Drumset gespielt“, sagt Leon Dorn über diese Wandlung. Hier sieht er auch seine Zukunft. „Ich möchte in Bands musizieren und erreichen, dass ich vom Schlagzeugspielen leben kann.“

Am Freitag steigt die große Preisgala

Ein erster Schritt in diese Richtung ist getan. Seit Herbst 2017 ist Leon an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl, einer in Fachkreisen für ihre hervorragenden Dozenten einschlägig bekannten Schule für Pop- und Rock-Drumset. Und ein guter Grundstock für die nächsten Schritte: Benny Greb, einer von Leons Vorbildern, hat vor dem Studium ebenfalls diese Ausbildung genossen. Nächstes Ziel ist die Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim, eine der herausragenden Adressen im Bereich populäre Musik.

Das Klavier blieb bei all dem perkussiven Engagement nie auf der Strecke. Leon Dorn sitzt an den Tasten, wenn er - was er auch gern macht - komponiert. Besucher der Kulturförderpreisverleihung am Freitag, 23. November, um 19.30 Uhr im Landsberger Stadttheater werden eine solche Eigenkomposition für Klavier, Schlagzeug und Bass zu hören bekommen. „Ich bin schon gespannt, wie die Zuhörer darauf reagieren“, sagt Leon Dorn und grinst schelmisch.

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