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Landsberg

24.11.2020

Wie eine junge Mutter Stadtrat, Familie und Arbeit meistert

Stadträtin Daniela Groß mit Tochter Felizia (fünf Monate) und Paulina (3, im Hintergrund) am Ritterspielplatz an der Schanzwiese in Landsberg.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Daniela Groß ist junge Mutter und muss einiges unter einen Hut bringen. Im Landsberger Stadtrat liegen ihr Familien und Kinder am Herzen.

Stillen und Stadtrat, Familie, Arbeiten und Politik – das geht bei Daniela Groß (Grüne) zusammen. Fünf Monate alt ist ihr jüngstes Kind, drei Jahre die Erstgeborene. Dennoch, und gerade deshalb, hat die 31-jährige Daniela Groß für Stadtrat und Kreistag kandidiert – und wurde in beide Gremien gewählt.

Der gebürtigen Landsbergerin ist es ein Anliegen, die Belange junger Mütter und Familien mit in die Politik zu nehmen. Damit kennt sie sich als Mutter zweier Kinder aus, die sie mit ihrem Mann erzieht. Beide leben ein modernes Elternmodell, arbeiten Teilzeit und wechseln sich mit der Kinderbetreuung ab. Reißen alle Stricke, gibt es auch noch Großeltern.

Monika Groß ist eine, die Lösungen findet

Das alles gerade in Zeiten von Corona unter einen Hut zu bekommen, heißt, ständig alle Bälle in der Luft zu halten. Sowohl Kindergartenschließung während des Lockdowns als auch Quarantäne hat die Familie bereits hinter sich. Groß nimmt es pragmatisch. Sie ist eine, die Lösungen findet. So nimmt sie auch mal den Säugling mit in die Stadtratssitzung oder lässt ihn zum Stillen kurz von ihrer Mutter dort vorbeibringen. „Der Stadtrat soll ein Abbild der Gesellschaft sein“, sagt Groß – und dazu gehörten auch Mütter.

Es freue sie, dass dem Stadtrat nun mehr und jüngere Frauen angehören, die neue Themen mit einbringen. Bei ihr sind dies soziale Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, aber auch bezahlbarer Wohnraum für Familien, denn daran mangele es in Landsberg, so Groß: „Wir dürfen Leute nicht ausschließen, die sich die Preise nicht mehr leisten können.“ Die Pläne der Stadt, angedacht sind beispielsweise die Gründung einer Wohnbaugenossenschaft, mehr Wohnungen im städtischen Besitz sowie die Anwendung der sozialgerechten Bodennutzung (SoBon), begrüße sie.

Spielplätze gebe es genügend in Landsberg

Groß ist im Stadtrat Referentin für Kinderbetreuungseinrichtungen und Spielplätze und bringt dafür aus ihrer beruflichen Tätigkeit viel Erfahrung mit. „Mit Spielplätzen sind wir in Landsberg super aufgestellt“, lobt sie und freut sich auch, dass mit der Interimslösung in der Schlossbergschule nun auch Kindergruppen geschaffen wurden, die unterjährig Kinder aufnehmen können.

Groß war bereits bei der Stadt in der Kämmerei sowie im Landratsamt München tätig. Dort arbeitete sie zuerst im Sozialhilfeamt und übernahm dann 2015 die Leitung des Asylwesens. Derzeit leitet die Diplom-Verwaltungswirtin das Ordnungsamt in Türkheim. Nach einigen Jahren in München lebt sie nun seit drei Jahren wieder in ihrer Heimatstadt Landsberg und freut sich, dass sie mit ihren politischen Ämtern etwas dazu beitragen kann, ihre Heimat mitzugestalten. „Es ist schön, ein Teil davon zu sein, aber es ist auch viel Arbeit“, sagt sie über ihre Stadtratstätigkeit und lobt die Offenheit im Gremium.

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