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Windach

06.08.2018

Wie entscheiden die Windacher zum Thema Wasser?

Wo kommt das Wasser im Notfall künftig her? Die Windacher Bürger haben die Wahl zwischen „Bürgerentscheid Notwasserversorgung im Brunnen Schöffelding“ und „Bürgerentscheid Notwasserversorgung im Brunnen Westerschondorf“.
Bild: Symbolfoto: Bernhard Weizenegger

Die Windacher haben die Wahl zwischen zwei Bürgerentscheiden. Es geht um die Notversorgung. Wie die Fragen konkret lauten.

Die Windacher Bürger dürfen bei der Landtagswahl im Oktober drei weitere Kreuzchen machen – die speziell ihren Wohnort betreffen. Der Gemeinderat hatte in der Sitzung vom 17. Juli zwei Bürgerentscheide zugelassen. Beide Male geht es um die Notwasserversorgung der Gemeinde (LT berichtete).

Ein Bürger- und ein Ratsbegehren

Eine Bürgerinitiative hatte mit einem Bürgerbegehren für eine Versorgung nur für Windach über einen Brunnen bei Schöffelding geworben und die Stimmen für einen Bürgerentscheid gesammelt. Zusätzlich haben vier Gemeinderäte ein Ratsbegehren beantragt, das für eine gemeinsame Lösung der drei VG-Gemeinden Windach, Eresing und Finning über einen Brunnen bei Westerschondorf plädiert. Wenn beide Bürgerentscheide mehrheitlich angenommen werden, ist eine Stichfrage notwendig.

Welcher Entscheid soll gelten?

Der Wähler hat sich dabei zu entscheiden, welcher Entscheid zu gelten hat. In der jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat den vorgelegten Stimmzettel einstimmig. Der Anmerkung von Gemeinderat Dr. Adolf Gebhardt, dass Eresing den möglichen Brunnen in Westerschondorf in absehbarer Zeit als Hauptversorgung nutzen werde, entgegnete Bürgermeister Richard Michl mit „Das ist in Bezug auf die Bürgerentscheide nicht relevant“.

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Eresings Bürgermeister: „Wir haben genügend Wasser“

Jede der Gemeinden könne mit einem Anschluss nach eigener Vorstellung verfahren. Eresings Bürgermeister Josef Loy betonte, dass Eresing weder Wassermangel noch Probleme mit Verunreinigungen habe. „Unser Brunnen liefert genügend und sauberes Wasser“, so Loy, „die Versorgung für Eresing ist sichergestellt.“ Der Brunnen in Westerschondorf sei allerdings sehr ergiebig und es werde die Möglichkeit in Betracht gezogen, das Wasser für die Hauptversorgung von dort zu entnehmen.

Ein Brunnen bei Schöffelding?

Und was geschieht, wenn sich Windach für einen Brunnen bei Schöffelding entscheidet? „Dann werden wir möglicherweise erneut mit Windach verhandeln“, so Loy. Schließlich sei es unsinnig, zwei Leitungen in unmittelbarer Nachbarschaft zu bauen. Die Leitung von Westerschondorf würde am neuen Schöffeldinger Brunnen vorbei Richtung Eresing führen. Das Thema sei emotional behaftet, so Loy, es sollte sachlich und bürgerfreundlich abgehandelt werden.

Oder der Brunnen in Westerschondorf?

Die mit ja oder nein zu beantwortenden Bürgerentscheide im Wortlaut: „Trinkwasser Notversorgung durch eine eigene Lösung mit einem Brunnen in Schöffelding“ und „Sind Sie für eine gemeinsame Lösung der Wassernotversorgung mit den Gemeinden Eresing und Finning durch den Brunnen Westerschondorf?“ Bei der Stichfrage bei gleichzeitiger Mehrheit beider Entscheide ist einer der beiden zu kennzeichnen.

Der Bürger hat die Wahl zwischen „Bürgerentscheid Notwasserversorgung im Brunnen Schöffelding“ und „Bürgerentscheid Notwasserversorgung im Brunnen Westerschondorf“. (löbh)

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