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Igling

17.08.2020

Wie ist der Ermittlungsstand bei den toten Katzen in Igling?

Die Katzen wurden von der B17-Brücke bei Igling geworfen. 
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus Der Tod von acht Katzen, die an der B17 bei Igling gefunden wurden, sorgte im Frühjahr für Aufregung. Das LT hat zum aktuellen Stand nachgefragt.

Vor einem halben Jahr sind in Igling an der B17 acht tote Katzen aufgefunden worden. Da bereits im Sommer 2019 an dieser Stelle vier tote Katzen lagen, gab es schnell die Vermutung, dass die Tiere gezielt getötet und von einer Brücke aus auf den Mittelstreifen der Straße geworfen worden waren. Gibt es schon Hinweise auf einen Täter? Das Landsberger Tagblatt hat nachgefragt.

„Wer weiß denn was?“ – mit dieser Frage zu den toten Katzen wird Iglings Bürgermeister Günter Först im Dorf vereinzelt noch konfrontiert, aber durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen hat sich der Fokus auf andere Dinge verlagert, wie Först berichtet. „Außerdem sind keine Katzen mehr verschwunden.“ Auch die Gemeinde fragt laut Först immer mal wieder bei der Polizei nach, doch dort gibt es noch keine neuen Erkenntnisse.Wie die Sprecherin der Landsberger Polizei, Anita Graf, informiert, seien die acht Tierkadaver in die Tierpathologie der Technischen Universität München gebracht worden. Bisher liege aber noch kein Ergebnis zur genauen Todesursache vor. „Wir warten noch auf das Gutachten“, sagt Anita Graf. Der Kollege, der mit dem Fall betraut sei, habe schon mehrfach nachgehakt.

Ein Lkw-Fahrer entdeckte die Tiere im Mittelstreifen der B17

Gefunden worden waren die Katzen Ende Februar von einem Lkw-Fahrer, der die Stelle schon im Blick hatte, da er vom Fund der toten Katzen im vergangenen Sommer wusste. Der Mann hilft manchmal beim Tierschutzverein „Katzentatzen“, der auch im Landkreis Landsberg präsent ist, mit. Über den Verein hatte sich bereits eine Tierärztin die toten Katzen angesehen und sie war zu dem Schluss gekommen, dass die Tiere erschlagen worden sind. Sie hatte bei allen Tieren ähnliche Verletzungen gefunden, wie Katzentatzen-Vorsitzende Andrea Mittermeir damals mitteilte. Jetzt steht noch die Analyse der Tierpathologen aus.

Das Beunruhigende an der Sache: Die Tiere stammten alle aus einem Wohngebiet in Igling. Außerdem waren an der B17 schon 2019 vier tote Katzen gefunden worden und im Februar lagen unweit der Stelle mit den toten Katzen 20 tote Tauben auf einem Haufen. Auch deren Ableben ist ungeklärt.

Jagdpächter Leonhard Kuhn hatte dem Landsberger Tagblatt von Schüssen erzählt, die keinem der offiziellen Jagdberechtigten zugeordnet werden konnten. Ob Zusammenhänge bestehen und woher der oder die Täter stammen könnten, ist aktuell unbekannt. Die Gemeinde Igling liegt direkt an der B17 und ist dadurch auch von Nicht-Ortsansässigen leicht zu erreichen.

Vereine setzen Belohnung von 5000 Euro aus

Neben dem Verein Katzentatzen hatten sich im Frühjahr acht Tierschutzvereine zusammengetan und 5000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. Andrea Mittermeir weiß aber von keinen Hinweisen. Bürgermeister Günter Först war schon im März der Meinung, dass der Täter, der die Katzen getötet hat, sich jetzt wohl eine Weile ruhig verhalten würde.

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