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Windach

31.10.2019

Wie könnte eine Ferienbetreuung in Windach aussehen?

Ob die Grundschule Windach auch der richtige Ort für eine eventuelle Ferienbetreuung ist, darüber gehen die Meinungen im Schulverband auseinander.

Plus Der Schulverband Windach sucht nach dem richtigen Weg für eine Ferienbetreuung. Weit mehr als 100 Kinder müssten beaufsichtigt werden.

Die Betreuung von Schulkindern während der Ferien: Dieses Thema wird aufgrund der Veränderungen in der Gesellschaft – vielfach sind beide Elternteile berufstätig – immer dringlicher. Im Schulverband Windach wurde Ferienbetreuung bereits mehrfach diskutiert und auch in der jüngsten Sitzung kam das Thema erneut auf den Tisch. So ist der aktuelle Stand.

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Von örtlichen Vereinen organisiert

Ferienbetreuung sei schwierig, hieß es seitens aller am Schulverband Windach beteiligten Kommunen. In Greifenberg gebe es eine Woche während der Sommerferien, berichtete Hagen Adler (Zweiter Bürgermeister) aus seiner Heimatgemeinde. Diese werde von den örtlichen Vereinen organisiert und laufe versicherungstechnisch unter dem Dach der Diözese.

Die Mittagsbetreuung stößt an ihre Grenzen

In Eresing sei das mit der Mittagsbetreuung von Schulkindern koordiniert, erklärte Bürgermeister Josef Loy, sicher sei er sich aber nicht. Im Übrigen stoße dort die Mittagsbetreuung bald an ihre Grenzen. Derzeit nehmen 40 Kinder das Angebot im Eresinger Kindergarten wahr. Die Kosten für eine solche Betreuung könne nicht die Gemeinde allein stemmen. Echings Bürgermeister Siegfried Luge führte das Beispiel Schondorf an. Dort gebe es längst eine Ferienbetreuung. Für Eching und Greifenberg sei es eine Überlegung wert, sich dort anzuschließen (beide Orte gehören zur Verwaltungsgemeinschaft Schondorf).

Wie könnte eine Ferienbetreuung in Windach aussehen?

Das wurde jedoch von den übrigen Verbandsmitgliedern als nicht so ideal angesehen. Der Rektor der Windacher Schule, Erich Bachmaier, betonte, dass in den kommenden Jahren ganz dringend mehr Ferienbetreuung gebraucht werde. „Es sollten möglichst je eine Woche in den Oster- und Pfingstferien sowie zwei oder drei Wochen während der Sommerferien angeboten werden.“ Zwingend notwendig sei dafür ein Träger, über den die Verwaltung läuft.

Bei der Mittagsbetreuung hat man kein Interesse

In puncto Räume sei diese Betreuung relativ flexibel zu handhaben, notwendig seien zwei Betreuungspersonen pro 15 Kinder. Der Vorschlag, an die Mittagsbetreuung anzukoppeln, scheint jedoch nicht so einfach zu sein. So wurde von Betreuerinnen in Eching und Greifenberg berichtet, dass sie eine Ferienbetreuung nicht übernehmen wollen. Auch deshalb wurden Bedenken geäußert, ob ein solches Angebot überhaupt gestemmt werden könne.

Zu der Bemerkung, dass bei dieser Thematik staatliches Engagement vermisst werde, sagte Schulverbandsvorsitzender Richard Michl, derzeit gebe es keine Verpflichtung, Mittagsbetreuung anzubieten. Das Gleiche gelte für Ferienbetreuung. Diese sei rein freiwillig, es gebe keine rechtlichen Grundlagen. Die Windacher Mittagsbetreuung laufe zum Beispiel über einen Verein, berichtete Rektor Erich Bachmaier. „Wir als Schule müssen lediglich während der Unterrichtszeiten zwischen 7.30 und 13 Uhr für eine verlässliche Betreuung der Schulkinder sorgen.“ Danach werden auswärtige Kinder mit Bussen zurück an ihre Wohnorte gebracht. Mittagsbetreuung gehe schon deshalb vernünftigerweise dezentral über die Bühne.

Die Schülerbeförderung ist problematisch

Die ins Gespräch gebrachte Ferienbetreuung für Kinder aus den vier Schulverbandspartnern Windach, Eching, Greifenberg und Eresing an einem zentralen Ort fand keine Befürworter. Einer der Gründe dagegen sei die dann notwendige Schülerbeförderung. Außerdem, das wandte Bachmaier ein, könnten die möglicherweise weit mehr als 100 Kinder nur schwer beaufsichtigt werden. Die Schulverbandsräte einigten sich darauf, erst einmal zu eruieren, was angeboten werden kann, wo es für eine Ferienbetreuung geeignete Räume gibt und ob überhaupt so viel Betreuungspersonal generiert werden könnte.

Zu klären sei zusätzlich die rechtliche Seite, beispielsweise Vergütung der Mitarbeiter, Versicherung von Schülern und Betreuern. Und nicht zuletzt sollten auch Träger gefunden werden, die die Verwaltung übernehmen könnten.

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