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Soziales

31.07.2020

Wie sich der VdK neu aufstellt

Das Foto zeigt Sandra Bittmann mit Bezirksgeschäftsführer Otto (links), Kreisvorsitzendem Walter Eichner und seinem Stellvertreter Rainer Schwarzer.
Bild: Bianca Karst

Seit zwei Jahren ist Walter Eichner Vorsitzender. Die Geschäftsführung hat eine Frau

Mit Sandra Bittmann hat eine Frau die Leitung der Kreisgeschäftsstelle des VdK übernommen. Damit haben der Kreisverband und seine Geschäftsstelle zwei nicht gerade einfache Jahre zu einem erfolgreichen Ende gebracht, sagte der stellvertretende Kreisvorsitzende Rainer Schwarzer. Denn personelle Veränderungen in der Kreisgeschäftsstelle und der Wechsel an der Spitze des Kreisverbands vor zwei Jahren hätten eine umfassende Reorganisation der Kreisgeschäftsstelle erforderlich gemacht.

Für den gelungenen Neuanfang dankte Schwarzer in erster Linie Altlandrat Walter Eichner, der mit der Übernahme des Kreisvorsitzes vor zwei Jahren mit großem Einsatz neue Ansätze umgesetzt habe. Dies gelte für die Aufarbeitung des nicht gerade einfachen Erbes, das er übernommen hatte, ebenso mit Blick auf die Haushaltslage und die Wiederbelebung von Ortsverbänden.

Bei der Amtseinführung der neuen Kreisgeschäftsführerin Sandra Bittmann gab Walter Eichner seiner Freude Ausdruck, dass die schon länger offene Position des Kreisgeschäftsführers eine kompetente Besetzung gefunden habe. Sandra Bittmann hat an der Universität Augsburg Rechtswissenschaft studiert und mit den beiden Staatsexamina abgeschlossen. Nach ihren Praktika bei der Staatsanwaltschaft Augsburg und in einer Rechtsanwaltskanzlei leistete sie ihr Rechtsreferendariat ab. Nun hat sie die Leitung der Kreisgeschäftsstelle übernommen.

Die Einführung der neuen Kreisgeschäftsführerin nahm Eichner auch zum Anlass, eine kurze Bilanz seiner zweijährigen Amtszeit zu ziehen. Drei Aspekte stellte er in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die Gewinnung neuer Mitglieder müsse fortgesetzt werden. So stieg die Mitgliederzahl seit seiner Amtsübernahme von 4118 in 2018 auf inzwischen 4914. Die Aktion „Helft Wunden heilen“, die 2019 nach längerer Pause in allen Ortsverbänden wieder durchgeführt wurde, habe einen erfreulichen Spendenbetrag für bedürftige Personen erbracht. Mit dem neu gegründeten Ortsverband „Westliches Lechfeld“ sei ein wichtiger Schritt der Umorganisation der Ortsverbände eingeleitet worden. Eichner hofft, dass in absehbarer Zeit auch ein Ortsverband Fuchstal ins Leben gerufen werde.

Von zentraler Bedeutung sei für die Arbeit des VdK aus seiner Sicht, einen Beitrag zu leisten, wie im Landkreis das Thema Pflege den notwendigen Stellenwert erhalten könne. Mit eindringlichen Worten wies er darauf hin, dass nach den Berechnungen des Landratsamtes 2030 rund 600 Pflegeplätze im Landkreis fehlten. Dabei sei der Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen noch gar nicht eingerechnet.

Walter Eichner bedauert, dass diese gesellschaftspolitisch eminent wichtige Aufgabe angesichts der demografischen Entwicklung in der Öffentlichkeit noch immer nicht die notwendige Beachtung gefunden habe. Daher begrüße er es außerordentlich, dass die neue Kreisgeschäftsführerin diese Thematik in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen wolle. Der Kreisverband werde sich in der nächsten Zeit auch verstärkt den Themenfeldern „Stationäres Hospiz“ und „geriatrische Versorgung im Landkreis“ widmen. (lt)

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