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Weilheim

23.11.2019

Wie zwei Jugendliche mitten in der Nacht 200 Retter auf Trab halten

Zwei Jugendliche haben bei Weilheim mitten in der Nacht rund 200 Personen von Wasserwacht, Bergwacht, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf Trab gehalten.
Foto: Julian Leitenstorfer/Symbolbild

Der Weilheimer Polizei werden zwei betrunkene Rad fahrende Jugendliche gemeldet. Eine Streife macht sich auf die Suche. Weil einer nicht gefunden werden kann, müssen auch Bergwacht, Wasserwacht, Feuerwehr und Rettungsdienst anrücken.

Zwei junge Weilheimer im Alter von 15 und 16 Jahren haben am späten Freitagabend bei Polling einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, Wasserwacht, Bergwacht und Rettungsdienst ausgelöst. Anlass für die groß angelegte Such- und Rettungsaktion war laut Weilheimer Polizei zunächst die Mitteilung, dass sich zwei Jugendliche am Eingang der Fischzuchtanlage bei Polling verdächtig verhielten. Beide sollten gemäß erster Mitteilung stark betrunken und mit dem Fahrrad unterwegs sein. Sie konnten aber zunächst nicht von der Polizei angetroffen werden.

Kurz danach erfolgte die nächste Mitteilung, wonach nun Schreie zu hören seien. In der Folge konnte ein 16-jähriger Weilheimer angetroffen werden, der durch den Tiefenbach geflüchtet war. Als ihn die Polizeibeamten sahen, befand er sich im kalten Wasser und konnte von den ersten Beamten (in kompletter Uniform) aus dem etwa brusttiefen Wasser gezogen werden. Gegen die anschließende Festnahme setzte er sich erheblich zu Wehr, verletzt wurde dabei jedoch niemand.

Im Bach konnte niemand mehr gefunden werden

In der Folge wurde versucht, die Identität seines Begleiters festzustellen, auch um auszuschließen, dass sich auch dieser im Bach befand. Da der 16-Jährige völlig widersprüchliche Angaben machte, konnte der Aufenthalt des Begleiters nicht sofort ermittelt werden, sodass eine Absuche des Baches durch massive Kräfte von Wasserwacht, Bergwacht, Rettungsdienst und Feuerwehr anlief. Daran waren laut Polizei insgesamt rund 200 Personen beteiligt.

Letztendlich konnte ermittelt werden, dass es sich bei dem Begleiter um einen 15-jährigen Weilheimer handelte, der durch eine Streife bei einem Freund angetroffen werden konnte. Somit war gesichert, dass sich keine zweite Person mehr im Bach befand und Hilfe benötigte.

Gegen beide Jugendlichen werden Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet, da sie laut Polizei zur Tatzeit erheblich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen.

Unterkühlt ins Krankenhaus gebracht

Ferner wird gegen den 16-jährigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln ermittelt – letztere wurden in geringer Menge in seinem Rucksack aufgefunden. Der junge Mann musste wegen des Aufenthaltes im Bach mit starker Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden. (lt)

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