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30.08.2007

Wieder eine Vier vor dem Komma

Landsberg Erstmals seit Monaten sind in der Region Landsberg wieder mehr Menschen ohne Arbeit. Im August waren 2214 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit stieg auch die Arbeistlosenquote auf vier Prozent. Im Juli und Juni war sie noch unter der Vier-Prozent-Marke gelegen. Nach Einschätzung der Arbeitsagentur in Weilheim handelt es sich aber nur um eine vorübergehende Delle.

Bereits im September, sagt Agentur-Chef Ferdinand Pilzweger, werden voraussichtlich wieder mehr Menschen Arbeit finden und die Arbeitslosigkeit sinken. "Ein leichter Anstieg im August ist durchaus üblich", schreibt die Agentur in ihrem Arbeitsmarktbericht. In der Urlaubszeit würden Firmen nur wenige neue Mitarbeiter einstellen.

Ein weiteres Phänomen ist für den Anstieg verantwortlich: Nach dem Ende der Schulzeit melden sich viele junge Menschen arbeitslos, um die Zeit bis zur Ausbildung oder zum Studium zu überbrücken - manche nur für einige Wochen oder Monate. Zumindest einige Schulabgänger werden aber länger in der Statistik auftauchen. Der Grund: Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist weiterhin angespannter als im vergangenen Jahr. Bei der Agentur sind deutlich mehr Jugendliche gemeldet, die noch eine Lehrstelle suchen. Zudem bieten weniger Firmen einen Ausbildungsplatz an. Das Arbeitsamt hat aber nur ein ungenaues Bild vom Ausbildungsmarkt: Viele Bewerber melden sich direkt bei den Unternehmen; ebenso suchen sich viele Firmen ihre Lehrlinge ohne Hilfe der Agentur.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Arbeitsmarktsituation deutlich entspannt. Im August 2006 waren noch 746 Menschen mehr arbeitslos als heuer. Das ist ein Rückgang von rund 25 Prozent im Jahresvergleich. Weiter sind in Landsberg überdurchschnittlich viele Frauen arbeitslos gemeldet: 61 Prozent der Jobsuchenden sind Frauen, nur 39 Prozent Männer. Während Agentur-Chef Pilzweger für September wieder einen Rückgang der Arbeitslosigkeit voraussagt, wird es ab Oktober erneut einen Anstieg geben. In den Herbst- und Wintermonaten steigt die Arbeitslosigkeit jedes Jahr an. Betrachtet man allerdings die langfristige Kurve, dann zeigt sie eindeutig nach unten - in Richtung weniger Arbeitslosigkeit.

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