Unterdießen

23.08.2016

Wieder oben auf

Andreas Görlitz, Ex-Bayern-Fußballer, hat sich jetzt ganz der Musik mit seiner Band Room 77 verschrieben.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Fuchstaler knacken ein weiteres Rätsel und werben mit einem prominenten Unterstützer für ihre Dorffest-Kandidatur.

Am Montagmorgen haben die Unterdießener im Rennen ums Bayern-3-Dorffest ihren nächsten Streich hingelegt: Bei der dritten und letzten „Dorfmission“ (einer Aufgabe in der „Frühaufdreher“-Sendung) gewannen sie zum zweiten Mal 100000 Extra-Stimmen. Damit lagen die Fuchstaler zu Beginn der neuen Woche wieder auf dem ersten Platz, aber wiederum sind ihnen die Moosbacher dicht auf den Fersen. Nicht einmal 100000 Stimmen betrug am Morgen der Abstand – und das bei bislang 1,2 Millionen Votings für Unterdießen. Aber das Voting nähert sich der Zielgeraden, Mittwochfrüh geht es zu Ende und dann rüsten sich die beiden Ortschaften, die vorne liegen, fürs Finale am Samstag.

Am Montag war das Feuerwehrhaus in Oberdießen schon wieder ab 6 Uhr geöffnet und rege besucht, um die dritte Aufgabe zu lösen – und es wurde wieder richtig spannend. Ein rückwärts abgespielter Song sollte erraten werden. Die ersten, die durchkamen, waren die Wörnitzer aus Mittelfranken, aber die wussten die Lösung nicht, sondern mussten sich erst einmal beraten, erzählt Sportvereinsvorsitzender Michael Grabolle. Also wurde die Leitung freigemacht – und die Moosbacher waren dran, aber die gaben (wieder) die falsche Antwort. Und dann meldete sich Unterdießen, und zwar mit der richtigen Antwort. „Titanium“ von David Guetta lautete die Lösung. Wiederum machte es die Vorarbeit: „Wir hatten zuvor gruppenweise die Musiktitel aus den aktuellen Charts durchgehört“, berichtet Michael Natterer von den Vorbereitungen, nachdem klar war, dass am Montag ein musikalisches Rätsel zu lösen sein werde.

Der Ausnahmezustand bleibt bestehen

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Der „Ausnahmezustand“, wie Michael Grabolle sagt, wird also in Unterdießen fortbestehen. Die von Verwaltungschef Gerhard Schmid abgegebene Bewerbung habe eine ungeheure Dynamik entwickelt. „Das Sportheim wird überhaupt nicht mehr abgesperrt“, erzählt Grabolle, „der eine geht, der nächste kommt und die Computer sind nur am Laufen.“ Im Sportheim und im Oberdießener Feuerwehrheim sitzen sie also praktisch rund um die Uhr und stimmen für ihre Gemeinde ab. Gestern bekamen sie dabei prominente Unterstützung. Der frühere Bayern-Fußballspieler Andreas Görlitz schaute im Sportheim vorbei, nachdem er im Landratsamt ein Auto zugelassen hatte. Dort drehte man gleich noch ein kurzes Video für die Unterdießener Dorffest-Facebookseite. Ein Großcousin von Görlitz, Max Lang aus Asch, hatte den Kontakt hergestellt.

Und am Freitag waren die Unter und Oberdießener mit drei Autos in Landsberg unterwegs gewesen, um mit Flyern und einer Ladung von 400 Brezen aus den beiden örtlichen Bäckereien um Votings zu werben, berichten Natterer und Grabolle weiter. Das alles für ein Ziel: Am Samstag ins Finale zu kommen und dann am 10. September das Bayern-3-Dorffest mit Zehntausenden Besuchern nach Unterdießen zu holen.

Und selbst wenn das nicht klappen sollte, was man sich in Unterdießen momentan offenbar nicht wirklich vorstellen kann, groß feiern wolle man so oder so, sagt Sportlerchef Grabolle: „Wenn es nichts wird, werden die Vereine auf jeden Fall ein Fest machen als Dankeschön an alle, die sich in den vergangenen Wochen aufgearbeitet haben.“

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