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Jagdbilanz

17.05.2018

Wildschweine halten Jäger auf Trab

Vor allem die Jagd auf das Schwarzwild ist für die Jäger eine Herausforderung.

Die größte Herausforderung sind die Schwarzkittel, auch wegen der Afrikanischen Schweinepest. Viel mehr Abschüsse gab es jedoch bei den Rehen

Als ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Landsberger Jägervereins hat kürzlich die jährliche Hegeschau im Bürgerhaus in Pflugdorf stattgefunden. Schon vor Beginn des offiziellen Programms konnten sich Jäger und Besucher die nach einzelnen Revieren und Hegegemeinschaften ausgestellten Trophäen ansehen. Der feierliche Rahmen der Veranstaltung wurde durch die Jagdhornbläser der Kreisgruppe unterstützt.

Der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Günter Biermayer, und der Leiter des Städtischen Forstamtes Landsberg, Michael Siller, betonten die Notwendigkeit für den Waldumbau, um die vom Klimawandel und durch Borkenkäferbefall gestressten Wälder im Landkreis zu vitalen, artenreichen Mischbeständen umzubauen und zu sichern. Auch hierfür sei eine gezielte und konsequente Bejagung unabdingbar, heißt es in einer Mitteilung des Jägervereins.

Anja Hörig von der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt gab hierzu Zahlen und Auflistungen des vergangenen Jagdjahres. Sie versicherte eine gute bis sehr gute Erfüllung des Abschussplanes im gesamten Landkreis. So kamen im vergangenen Jagdjahr 2909 Rehe und 1034 Wildschweine zur Strecke. Sie betonte ebenfalls den deutlichen Anstieg des Schwarzwildes. Laut Aussage des Kreisvorsitzenden Georg Duschl liegen außerdem fast 30 Prozent der gemessenen Wildschweinproben zur Radio-Cäsium-Messung über dem gesetzlichen Grenzwert.

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Anschließend stellten sich die neuen Jagdberater, Andreas Schützeberg und Dr. Dieter Hiller, kurz vor, bevor der Leiter des Veterinäramts, Dr. Michael Veith, über Vorbeugung und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest informierte. Auch wenn kein Grund zu Panik bestehe, stelle diese äußerst ansteckende Krankheit eine dauerhafte Bedrohung sowohl für das Wild- als auch das Hausschwein dar. Von den Jägern werde vor allem die Reduktion des Wildschweinbestandes erwartet.

Auch Landrat Thomas Eichinger hatte sich in seinem Grußwort mit der Schweinepest beschäftigt. Unter die Schutzmaßnahmen fallen zum Beispiel Vorsorgemaßnahmen wie Container, in denen angestecktes Wild schnell beseitigt werden kann, eine weitere Reduzierung des Bestandes eventuell auch mithilfe von genehmigten Nachtsichtgeräten sowie eine finanzielle Erleichterung bei der Untersuchung von Trichinenproben. So übernehme der Landkreis die Kosten für die ersten 60 Untersuchungen dieser Art. Wichtig sei auch, durch Öffentlichkeitsarbeit mehr Verständnis für die Aufgaben der Forst- und Landwirtschaft, der Jägerschaft und des Jagdschutzes zu erlangen.

Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein, der Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbandes, bemerkte in seinem Vortrag Grundsätzliches zur Jagd und ihrer Verankerung in der Landnutzung. Abschließend wurden Robert Bauer und Alfred Lichtenstern für ihre 35-jährige Mitgliedschaft in der Kreisgruppe Landsberg geehrt. (lt)

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