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Weil

13.10.2016

Windkraft im Westerholz?

Auch die Weiler Gemeinderäte informierten sich über die Überlegungen zur Windkraft im Westerholz.
Bild: Sibylle Seidl-Cesare (Archiv)

Die Weiler Gemeinderäte informieren sich über Überlegungen. Mit einer Realisierung vor 2020 ist nicht zu rechnen.

 „Entscheidungen dieser Tragweite werden nicht ohne Berücksichtigung des Bürgerwillens getroffen“, so fasste Bürgermeister Christian Bolz erste Erkenntnisse aus einer Informationsveranstaltung zum Thema „Windenergie im Westerholz“ zusammen. Robert Sing vom Ingenieurbüro referierte dazu im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Von einem konkreten Planungsstand wollte Sing noch nicht sprechen. „Es sind erste Überlegun-gen“, so Sing und versicherte, dass gegen den Willen der Anrainerkommunen Kaufering, Scheuring und Weil keine konkreten Schritte eingeleitet würden. Sing zeigte eine potenzielle Konzentrationsfläche im Westerholz auf, die auch der gesetzlichen 10H-Regelung entspräche. Wobei aus seiner Sicht Standorte für Windenergieanlagen vorrangig im südöstlichen Bereich des Westerholzes anzusiedeln seien. Je weiter nördlich man sich bewege, umso mehr stünden arten- und umweltschutzrechtliche Aspekte dagegen. Zwei bis vier Anlagen könnten dort Platz finden, meinte Sing. Was die Ausmaße solcher Anlagen betrifft war die Rede von 200 bis 220 Metern, bei einer Nabenhöhe von zwischen 150 und 160 Metern. „Es ist eine landschaftsverändernde Maßnahme“, räumte Sing ein, gab aber auch zu bedenken, dass nach einer realistischen Lebensdauer von rund 30 Jahren ein vollständiger Rückbau sichergestellt werde. Im Laufe des Vortrags sprach der Energiefachmann über Wirtschaftlichkeitsberechnungen und stellte auf der Zeitschiene ein mögliches Vorgehen dar. Angefangen von Vogelkartierungen ab dem kommenden Jahr, der Einreichung von Genehmigungsunterlagen sowie notwendiger Beteiligungsverfahren sei mit einer Realisierung nicht vor 2020 zu rechnen.

Im Zuge der Aussprache wurden Fragen zur Grundwasserproblematik, Lärmbelästigung mit Stichwort Infraschall, notwendigen Anpassungsmaßnahmen, der Netzanbindung sowie des Wegeausbaus erläutert. „Windanlagen gehören nicht in den Wald“, meinte Karl Hommer und brachte damit brandschutztechnische Gesichtspunkte zum Ausdruck. „Wir müssen weiter Fakten und Erkenntnisse sammeln, um im Einklang mit der Bevölkerung zu einer sachgerechten Entscheidung zu kommen“, sagte Bürgermeister Bolz im Gespräch mit dem LT. Windräder in einem Naherholungsgebiet seien immer problematisch. Für die Ausweisung von Konzentrationsflächen spreche aber, dass man nur so das Heft des Handelns in eigenen Händen halten könne.

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