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Landkreis Landsberg

19.11.2018

Winterdienst: Die Streufahrzeuge sind startbereit

Sven Fichtner von der Landsberger Straßenmeisterei des Staatlichen Bauamts mit einem Räum- und Streufahrzeug. Hinter ihm ist in der Halle der Salzvorrat für den Winter zu sehen.
Bild: Thorsten Jordan

Die Streusalzsilos im Landkreis Landsberg sind gefüllt. Wenn es nach den Mitarbeitern der Straßenmeisterei und der Bauhöfe geht, kann es jetzt frieren und schneien. Ohne Salz geht es dabei nicht.

Die ersten kalten Temperaturen sind zu spüren und auf den Straßen kann es glatt werden. Anders gesagt: Der Winter kommt. Doch sowohl der Kreis- als auch der Stadtbauhof sowie die Landsberger Straßenmeisterei des Staatlichen Bauamts Weilheim sind bereit dafür.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Reichlich Schnee täte der Natur gut

6400 Tonnen Salz dürften der Straßenmeisterei reichen

„Wir haben aktuell 6400 Tonnen Streusalz in vier Hallen gelagert. Wenn dieser Winter durchschnittlich kalt wird, dann sollte das reichen. Aber selbst wenn nicht, kann immer nachbestellt werden“, sagt Helmut Eberle von der Straßenmeisterei Landsberg, die für die Staats- und Bundesstraßen zuständig ist. Auch wenn noch kein Schnee gefallen ist, könne es schon gefährlich glatt werden. „Ich empfehle allen Autofahrern, vorsichtig zu fahren. Morgen und übermorgen soll bereits der erste Schnee fallen“, warnt Eberle. Die Straßenmeisterei ist für 430 Straßenkilometer zuständig. „Wir haben 19 Streu- und Räumfahrzeuge.“ Davon sei einer speziell zum Streuen auf Radwegen ausgerichtet. „Vom letzten Jahr sind ungefähr 1000 Tonnen Streusalz in unseren Hallen übrig geblieben. Der letzte Winter war etwas milder, aber einigermaßen durchschnittlich“, erzählt Eberle.

So wird das Taumittel eingesetzt

Dass ohne Streusalz kein Winterdienst möglich wäre, betont das Staatliche Bauamt Weilheim: „Der Winterdienst verfolgt den Grundsatz ,so viel Salz wie nötig, so wenig wie möglich’. Hinsichtlich Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit ist das Salz weiterhin das beste Auftaumittel.“ Auf zwei Arten wird das Salz ausgebracht. Bis zu einer Temperatur von minus fünf Grad wird das trockene Salz mit einer Salzlösung (Sole) angefeuchtet: Damit werden die Verluste durch Verwehen und Wegschleudern reduziert. Zudem werde das Salz auf der Straße gleichmäßiger verteilt. Die notwendige Salzmenge verringere sich und die Wirkdauer auf der Fahrbahn erhöhe sich.

An den Straßen gibt es eigene Wetterstationen

Die jüngste Generation der Winterdienst-Fahrzeuge sei mit sogenannten Kombi-Streugeräten bestück, mit denen je nach Witterungslage sowohl Sole versprüht als auch Feucht- oder Trockensalz ausgebracht werden könnte.

Für einen wirksamen Winterdienst ist aber eine möglichst frühzeitige und zuverlässige Wettervorhersage von entscheidender Bedeutung. „Den Straßenmeistereien stehen deshalb rund um die Uhr Wetterradarbilder und die Straßenzustands- und Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes sowie Daten von 20 örtlichen Straßenwetterstationen im Amtsgebiet zur Verfügung“, informiert das Bauamt. Diese liefern Informationen über die Fahrbahntemperatur, Niederschlag und die Salzkonzentration.

Was der Christbaum mit dem Winterdienst zu tun hat

Christian Henze vom Kreisbauhof erklärt, dass es dort einen Bereitschaftsdienst gebe, der vor Ort entscheide, ob man Salz streuen müsse. „Ob es glatt wird oder nicht, hängt nicht vom Schnee ab. Frost alleine reicht, damit es für Autofahrer rutschig wird.“ Die Mitarbeiter des Kreisbauhofs hatten im vergangenen Winter ungefähr 2000 Einsatzstunden. Tendenziell sei im vergangenen Jahr weniger Schnee gefallen. Doch dafür habe es mehr Glatteis gegeben. Henze erzählt zudem, dass der Kreisbauhof sieben Räum- und Streufahrzeuge habe, die von zwölf Mitarbeitern betreut werden. Insgesamt seien sie für 200 Straßenkilometer zuständig.

„Beim städtischen Bauhof wurden im vergangenen Jahr circa 300 Tonnen Streusalz benötigt“, sagt Andreas Létang, der Sprecher der Stadt Landsberg. Die Salzsilos werden immer voll gehalten. In der vergangenen Saison sei der Winterdienst des städtischen Bauhofes 47-Mal im Stadtgebiet im Einsatz.“ Die Mitarbeiter seien für rund 160 Kilometer Straße und 100 Kilometer Radwege zuständig. Dazu werden drei Lkw, drei Unimogs, zwei Groß-Schlepper sowie ein Schmalspurfahrzeug und sieben Kleinschlepper genutzt. „Es geht für die Mitarbeiter des Bauhofes dann das erste Mal los, wenn Schnee fällt oder die Temperaturen so weit sinken, dass mit überfrierender Nässe zu rechnen ist“, erklärt Andreas Létang.

„Wir sind vorbereitet“, sagt Létang, „der Christbaum wurde auch deshalb schon aufgestellt, damit alle Mitarbeiter bei eintretender Glätte verfügbar sind. Die Fahrzeuge und das Material stehen bereit, wenn es nach uns geht, könnte es sofort losgehen.“

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