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Schondorf

06.04.2021

Wird der Verein Füreinander auch in Schondorf aktiv?

Hier freuen sich (von links): Andreas Seiler, Thea Schneider, Hans Starke (Vorsitzender) und Barbara Schiller vom Verein „Füreinander“ mit Uttings Bürgermeister Florian Hoffmann über eine Auszeichnung. Vor Kurzem wurde entscheiden, ob der Verein auch in Schondorf tätig sein soll.
Foto: Jutta Bäzner (Archiv)

Die Schondorfer Altenhilfe kann starten. Wie lange es noch ein Bürgerbudget geben wird, ist allerdings fraglich.

Das Bürgerbudget, ein Kulturetat, die Betreuung von Senioren und die Anstellung einer Fachkraft für Öffentlichkeitsarbeit waren Themen im Schondorfer Gemeinderat, die vor der Verabschiedung des Haushalts geklärt worden sind. Von allen Fraktionen unterstützt wurde dabei die Zusammenarbeit mit dem Verein Füreinander aus Utting, der nun auch in Schondorf tätig wird.

Bereits in einer Ausschusssitzung war das Konzept Altenhilfe Schondorf, das von Gemeinderätin Sabine Pittroff (Grüne) initiiert wurde, vorgestellt worden (LT berichtete). Einen jährlichen Zuschuss von 30.000 Euro für eine Fachkraft benötigt der Verein Füreinander, um auch in Schondorf ein niederschwelliges Betreuungsangebot für Senioren aufzubauen. Dabei geht es um ein Unterstützungs- und Entlastungsangebot im Alltag wie Unterstützung im Haushalt, Vorlesen, begleitete Spaziergänge oder Veranstaltungen. Ehrenamtlich tätige Helfer werden geschult. Für Schondorf ist eine Halbtagsstelle vorgesehen, die beim Verein angestellt wird.

Die Pandemie soll den Start nicht verschieben

Bürgermeister Alexander Herrmann (Grüne) würdigte die Arbeit des Vereins und freute sich über das Angebot. Wegen der Pandemie den Start zu verschieben, regte Bettina Hölzle (CSU) an. Herrmann sagte, dass ein Start zum zweiten Halbjahr geplant sei. Helga Gall (Grüne) fand, dass die Fachkraft ihre Arbeit aufnehmen sollte, und wies auf ein Sozialzentrum, das im Zuge der Altenhilfe entstehen soll, hin. Letztlich stimmten alle Gemeinderäte für die Zusammenarbeit.

Einen Kulturetat von 20.000 Euro beantragte Kulturreferentin Dr. Silvia Dobler für Ausstellungen, die nicht im Studio Rose stattfinden, die History App und anderes. Vermutlich werden nicht alle Aktionen umgesetzt werden können, da nicht klar sei, ob es dieses Jahr einen Kulturbetrieb geben wird, sagte Herrmann. Einen Antrag auf Halbierung des Etats stellte Thomas Betz (CSU). Mit 9:7 Stimmen blieb es aber beim beantragten Kulturetat von 20.000 Euro.

Keine Mehrheit für das Bürgerbudget

Keine uneingeschränkte Zustimmung gab es zum Bürgerbudget Schondorf. Obwohl es Modellcharakter für andere Gemeinden habe und erfolgreiche Projekte wie der Schondorfer Kühlschrank entstanden sind, wie Herrmann ausführte, konnte sich die Mehrheit nicht für eine Fortführung bis 2026 entscheiden. Dies wurde mit 8:8 Stimmen abgelehnt. Mit 10:6 Stimmen wurde lediglich eine Verlängerung um weitere zwei Jahre bewilligt. Herrmann regte an, nun die Erfahrungen der ersten beiden Jahre in die Satzung des Bürgerbudgets einzuarbeiten.

Eine Fachkraft für Öffentlichkeitsarbeit mit 13 Wochenstunden beantragte Gemeinderäte Stefanie Windhausen-Grellmann (Grüne). Dieses sollte zunächst befristet für sechs Monate eingestellt werden und die Pflege und Aktualisierung der Homepage übernehmen, Pressemitteilungen scheiben und Ähnliches.

Diese Arbeit könne besser aus der Verwaltung heraus erledigt werden, fand Simon Springer (CSU) und beantragte, die Stundenzahl entsprechend in der Verwaltung zu erhöhen. „Der Blick sei klarer, wenn jemand von draußen kommt“, meinte dagegen Windhausen-Grellmann. Mit 8:8 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt. Der Vorschlag von Springer, in der Verwaltung nach einer geeigneten Person zu suchen und eine Stundenmehrung zu genehmigen, fand eine Mehrheit von 12:4 Stimmen. (rg)

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