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Finning

20.10.2019

Wird eine Frau Chefin im Finninger Rathaus?

Annette Fischer will sich für das Bürgermeisteramt in Finning bewerben.
Bild: Renate Greil

Plus Annette Fischer möchte Bürgermeister Siegfried Weißenbach in Finning ablösen. Welche Ziele sie hat und wo ihre Vorlieben liegen.

Gibt es in Finning bald eine Bürgermeisterin? Als dritte Bewerberin für das Amt hat nun die 44-jährige Annette Fischer ihre Kandidatur für die kommende Kommunalwahl im März 2020 bekannt gegeben. Das Landsberger Tagblatt sprach mit der Kandidatin, die sich seit drei Jahren bei der Frauenunion engagiert und auch CSU-Mitglied ist.

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Die Betriebswirtin ist in Seestall aufgewachsen

Die Betriebswirtin ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und hat bei langen Auslandsaufenthalten in Afrika immer wieder über den Tellerrand hiesiger Kultur geschaut. Fischer ist keine gebürtige Finningerin, sondern wuchs auf einem Bauernhof mit Milchviehhaltung in Seestall auf. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung bei der Raiffeisenbank und studierte anschließend Betriebswirtschaft in Augsburg. Zuletzt arbeitete Fischer als Produktmanagerin für Wertpapiere bei einer internationalen Bank. Seit 18 Jahren ist sie nun mit Finning verbunden.

Mit Johann Gall verwandt

Der langjährige Gemeinderat Johann Gall ist ihr Stiefvater. Er bewirtschaftet den Eichenhof und dort hat Fischer eine Heimat gefunden. Vor fünf Jahren hat sie mit ihrem Mann in Finning ein Einfamilienhaus gebaut. Das Paar hat zwei schulpflichtige Kinder. Zebramuster und Bilder aus Afrika zieren das Zuhause der Bürgermeisterkandidatin. Die Familie wohnte in mehreren afrikanischen Ländern, da Fischers Ehemann für das Auswärtige Amt tätig ist. In dieser Zeit arbeitete die studierte Betriebswirtin ehrenamtlich vor Ort. „Es macht einen Unterschied, ob sich jemand engagiert oder nicht“, stellte sie dabei fest. Derzeit ist Annette Fischer nicht berufstätig und bringt sich seit drei Jahren bei der Frauenunion ein, sie ist dort stellvertretende Kreisvorsitzende. In Finning hat sie den Zweigverein des katholischen Frauenbundes mitgegründet. Ihr Einsatz spiegelt sich auch im 14. Listenplatz auf der aktuell gewählten CSU-Kreistagsliste wider. Das sei ein Vorteil für Finning, meinte Fischer, da es dort Ortsteillisten anstelle von Parteilisten gebe.

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Es gibt eine neue Liste

„Bei dieser Kommunalwahl ist vieles anders“, stellte sie fest. So gibt es das erste Mal in Finning eine neue Liste neben den drei Ortsteillisten. Sie möchte sich bei den Aufstellungsversammlungen der Ortsteillisten als Bürgermeisterkandidatin bewerben, genau wie der amtierende Bürgermeister Siegfried Weißenbach (55 Jahre) und Zweiter Bürgermeister Roland Brenner (48 Jahre). Für den Fall der Fälle hat sie aber noch einen Plan B ausgearbeitet und würde auch als unabhängige Kandidatin auftreten. „Es braucht eine Alternative“, sagte Fischer, denn ohne ihre Kandidatur wären mit Weißenbach und Brenner die gleichen Kandidaten wie bei der vergangenen Kommunalwahl angetreten.

Sie arbeitet gerne vernetzt

Kommentieren will sie die derzeitige Arbeit von Erstem und Zweitem Bürgermeister nicht. Aber ihre Arbeitsweise Sie schätzt sie anders ein. „Ich bin eine Netzwerkerin“, sagte sie. Sie möchte fortschrittliche Kommunalpolitik machen, bei der auch die Bürger beteiligt werden. Das Alte und das Neue will die lebhafte Mitvierzigerin unter einen Hut bringen. „Wir stehen vor großen Herausforderungen“, meinte Fischer, die lösungsorientiert die Probleme anpacken möchte. Als Beispiel sagte sie, dass Nachhaltigkeit auch eine regionale Aufgabe sei. Hier könnte man beispielsweise anschauen, welche Putzmittel in der Schule genutzt werden oder wie der benötigte neue Bauhof gestaltet werde. Dass das Bürgermeisteramt in Finning ehrenamtlich ausgeübt wird, sei für sie ideal. Auch für den Gemeinderat will Fischer kandidieren.

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