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Landsberg

24.08.2017

Wo Jung und Alt sich gegenseitig helfen

In Anwesenheit von Vertretern der Bürgerstiftung Lebenswert, der Eglinger Nachbarschaftshilfe, Gemeinderäten und Mitarbeitern der Verwaltung unterzeichneten Stefanie Locher, Geschäftsführerin der Altenhilfe Stiftung Liebenau, und Bürgermeister Ferdinand Holzer den Grundlagenvertrag.
Bild: Walter Herzog

Für das Sozial- und Pflegezentrum in Egling wurde ein wichtiger Schritt gemacht. Wie es jetzt weitergeht.

Für das geplante Sozial- und Pflegezentrum haben die Gemeinde Egling und die Trägergesellschaft Stiftung Liebenau mit der Unterzeichnung des Grundalgenvertrags nun die rechtliche Grundlage gelegt. „Wir untermauern damit die feste Absicht, in Egling Lebensräume für Jung und Alt sowie ein Kleinstpflegeheim zu errichten“, sagte Bürgermeister Ferdinand Holzer im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses.

Holzer brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die soziale Einrichtung ein Leuchtturmprojekt werden solle, das mit seiner Ausstrahlungskraft auch Licht in die Umgebung der Paartalgemeinde bringen möge. Pfarrer Friedrich Kahnert meinte in seinem Grußwort, dass dieses soziale Projekt ein Anliegen aller engagierten Eglinger Bürger sein möge, jenseits aller politischen Querelen.

Zwei Wohngruppen entstehen

Für die Stiftung Liebenau stellte Geschäftsführerin Stefanie Locher das künftige Wohn- und Pflegekonzept in der Gemeinde Egling vor, das auf dem Gelände zwischen dem Weidenweg und der Paar im östlichen Teil der Hammerschmiedstraße entstehen soll. „Konzeptionell setzen wir auf ambulante und stationäre Pflege“, sagte Locher und verwies darauf, dass die Stiftung Liebenau dafür stehe, dass die Menschen bis ins hohe Alter ihre Gemeinde nicht zu verlassen brauchen.

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Entstehen soll ein Kleinstpflegeheim mit 30 Plätzen, die in zwei Wohngruppen aufgeteilt werden sollen. In den geplanten Mehrgenerationen-Wohnungen sollen Lebensräume für Jung und Alt entstehen. Wie Locher betonte wolle man dabei auf eine ausgewogene Altersstruktur achten. Das Konzept basiere auf Selbst- und Nachbarschaftshilfe. „Es ist gut, wenn dabei so wenig wie möglich professioneller Betreuungsdienst gebraucht wird“, so Locher. Die Wohnungen werden sowohl käuflich zu erwerben sein, als auch angemietet werden können.

Die Bauzeit soll rund eineinhalb Jahre dauern

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt zusammen mit ihnen die Altenarbeit in Egling zu machen“, sagte Locher und meinte, dass dabei auch bestehende Strukturen, wie beispielsweise die Nachbarschaftshilfe mit eingebunden werden sollen. Zum zeitlichen Ablauf sagte Locher, es werde noch dauern, aber man komme gut voran. Sobald für das Projekt das Baurecht geschaffen sei, müsse mit einer reinen Bauzeit von rund 18 Monaten gerechnet werden. Wie berichtet, hat der Gemeinderat mit der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung des Bebauungsplanes das Bauleitverfahren bereits formell eröffnet.

Wie Bürgermeister Holzer informierte, wird die Stiftung Liebenau Betreiber des Sozialprojektes sein. Als Bauträger konnte eine Schweinfurter Firma gewonnen werden. Die Gemeinde selbst habe lediglich in den Bau eines verbindenden Traktes mit Büro- und Gemeinschaftsräumen sowie eines Seniorencafés zu investieren. Zusätzlich fordere die Stiftung die Schaffung einer Teilzeitstelle einer Gemeinwesensarbeiterin für das Quartiermanagement.

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