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Werkausstellung

26.10.2017

Wo Köpfe thronen

Unter der Treppe, mit Blick nach oben – eine Büste von Cordula Väth.
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Unter der Treppe, mit Blick nach oben – eine Büste von Cordula Väth.

Bei Barbara Schwämmle in Rott präsentieren sich auch andere Künstler

Gebrauchsgeschirr von akkurater Eleganz ist nur eine der vielen Facetten, die das Arbeiten von Barbara Schwämmle kennzeichnen. In ihrer aktuellen Werkstattausstellung in Rott zeigt die Keramikerin in freien Arbeiten auch, wie sehr sie sich vom Formenreichtum der Natur beeinflussen lässt.

Seit fast 25 Jahren lebt und arbeitet Barbara Schwämmle im südlichen Landkreis. An ihren Ausstellungen lässt sie regelmäßig andere Künstler teilnehmen. Neben ihrer Schwester, der Malerin Renate Gries-Fahrbach, ist das heuer Cordula Väth, die gemeinsam mit Josef Väth seit über zehn Jahren die Galerie „Alte Sennerei“ in Aufkirch betreibt.

Väths ausdrucksstarke „Köpfe“ dominieren den Eingangsbereich. Dort thronen sie auf Sockeln und wirken wie ein Empfangskomitee. In der Werkstatt sind weitere Charakterköpfe, die sich auf Regalen über die Umgebung zu wundern scheinen. Witzig platziert, unter der Treppe zum ständigen Ausstellungsbereich unter dem Dach, ist eine Herrenbüste, die den Blick sehnsüchtig nach oben richtet.

Renate Gries-Fahrbach zeigt ein breites Spektrum ihrer Kunst. Ausgestellt sind mit Ölkreide gezeichnete Charakterstudien von Frauen, aber auch Aquarelle, auf denen Katzen ihr Eigenleben zu treiben scheinen. Neben abstrakten Arbeiten, auf denen zarte Linien dominieren, laden kleine, ein wenig versteckt platzierte Naturcollagen zum Betrachten ein.

Barbara Schwämmles Keramik befindet sich vor allem im oberen Stockwerk. Die Künstlerin hat eine Vorliebe für Punkte und Striche. Viele ihrer handgedrehten Tassen, Teller, Schalen weisen derartige, stets akkurat gesetzte Verzierungen auf. Beeindruckend ist die Genauigkeit, mit der sie Griffe formt und Deckeln zur genauen Passform verhilft. Neben der Arbeit an der Töpferscheibe widmet sich Schwämmle anderen Formen der Tonbearbeitung. Für Vasen und freie Stücke wird ein Aufbau auch mal zerschnitten, umgeformt und neu zusammengesetzt. Typisch ist das Werken mit wenig Material, die Keramikerin formt Hunderte Tonblättchen zu einem Kunstwerk, legt viele dünne Schlangen zu einer Vase aufeinander. (löbh)

in Rott, Lugenseestraße 3; Öffnungszeiten bis einschließlich Sonntag, 29. Oktober, täglich von 15 bis 18 Uhr.

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