Newsticker

Kultusministerium: Mehr als 8800 Schüler sind in Bayern wegen Corona in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Wo ist all das Wasser hin?

06.03.2009

Wo ist all das Wasser hin?

Bronnen/Honsolgen (ses) - Zum Teil erhebliche Wasserverluste beklagt der Zweckverband zur Wasserversorgung der oberen Singoldgruppe. Möglicherweise, so der Verbandsvorsitzende Alois Porzelius, sei das Leitungsnetz an etlichen Stellen marode. Auf der Suche nach des Rätsels Lösung sollen noch Mitte März die Rohre untersucht und wenig später dann auch saniert werden.

Vier Problemkinder gibt es: die Ortschaften Bronnen, Dornstetten, Unterdießen sowie den Bereich Honsolgen/Hausen. In Bronnen etwa wurden im vergangenen Jahr rund 21960 Kubikmeter Wasser geliefert, letztlich aber nur 15302 Kubikmeter verkauft. Das entspricht einem Verlust von fast 30 Prozent. Ähnlich sieht es in Unterdießen aus. 64 890 Kubikmeter geliefertem Wasser stehen 44 467 verkauftes gegenüber. Ein Verlust von rund 32 Prozent. Noch schlimmer sieht es im Bereich Honsolgen/Hausen aus. Einer Ecke, in der erst von wenigen Jahren das Kanalnetz erweitert worden war. 94 540 Kubikmeter wurden laut Abrechnung geliefert, aber nur 48 766 verkauft.

Negativer Spitzenreiter: die Gemeinde Unterdießen

Das bedeutet, über 48 Prozent des Wassers gingen im Leistungssystem verloren. Negativer Spitzenreiter ist Unterdießens Ortsteil Dornstetten mit einem Verlust von über 50 Prozent. 10125 Kubikmeter wurden geliefert, gerade einmal 4931 wurden auch verkauft. Jetzt soll eine Spezialfirma noch Mitte März auf Suche nach möglichen Leitungslecks oder Rohrbrüchen gehen - für rund 7500 Euro.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Unterdießens Bürgermeister Dietmar Loose wollte in der Sitzung des Verbandsausschusses wissen, ob diese Arbeiten nicht kostengünstiger von den Städtischen Werken Landsberg erledigt werden könnten. Dies sei bei Gussmetallleitungen möglich, nicht aber für Leitungen aus anderem Material, meinte Martin Michl, zuständig für die Wasserversorgung und Hausanschlüsse. Porzelius: "Unser Interesse muss es sein, so schnell wie möglich die Löcher zu flicken. Wir müssen noch in diesem Jahr ein dichtes Leitungsnetz haben." Ziel sei eine Leckage von maximal fünf Prozent.

Dank ausführlicher Analyse des Netzes und einer Auflistung der Rohrbrüche pro Kilometer könne man darauf schließen, an welchen Stellen die Sanierung Priorität hat und wie viel Geld dafür in die Hand genommen werden muss. Für die Zukunft habe man bereits vorgesorgt, so Michl. In den Schächten seien Zähler mit Datenfernübertragung eingebaut worden. So könne man Ort für Ort den täglichen Verbrauch ablesen und darüber hinaus zeitnah die Problemzonen des Leitungsnetzes ermitteln.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren