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Schlossberggarage

17.11.2017

Wo kann man in Landsberg parken?

Vor allem Salzwasser hat den Betondecken in der Schlossberggarage in Landsberg in den vergangenen 25 Jahren zugesetzt. Wenn zwei der drei Ebenen im nächsten Jahr saniert werden, fehlen rund 350 Parkplätze.
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Vor allem Salzwasser hat den Betondecken in der Schlossberggarage in Landsberg in den vergangenen 25 Jahren zugesetzt. Wenn zwei der drei Ebenen im nächsten Jahr saniert werden, fehlen rund 350 Parkplätze.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Wenn die Schlossberggarage ab März 2018 saniert wird, müssen sich viele Autofahrer neue Parkplätze suchen. Das sind die Alternativen.

Droht Landsberg im nächsten Jahr ein Park-Notstand, wenn ab März die Schlossberggarage saniert wird? Immerhin werden voraussichtlich bis Ende 2018 350 Stellplätze nicht benutzt werden können. Wohin können die Autofahrer ausweichen? Die Stadtwerke als Garagenbetreiber haben dazu inzwischen ein Angebot erarbeitet.

Die Komplettsperrung hat Brisanz und es gibt schon Stimmen, auf die Sanierung zu verzichten. So legt der frühere Stadtrat Konrad Schmid Oberbürgermeister und Stadträten nahe, die Parkdecks A und B getrennt zu sanieren. Damit könnte die Schlossberggarage zumindest teilweise offen gehalten werden. Dass diese über zwei Jahre gestreckte Variante 250.000 Euro teurer wäre als die Sanierung auf einen Schlag, lässt Schmid nicht gelten: „Der Schaden für die Geschäfte in der Innenstadt wäre wesentlich höher als die eingesparten 250.000 Euro“, warnt er.

Nur zwei Decks werden saniert, das dritte wird trotzdem geschlossen

Allerdings: Die Stadtwerke bleiben bei ihrem Sanierungskonzept. Die entsprechende Ausschreibung ist fertig, und im März soll die Komplettsanierung starten, kündigten die Vorstände der Stadtwerke, Norbert Köhler und Christoph Lange, jetzt an. Neben den sanierungsbedürftigen Ebenen A und B wird auch die Ebene C nicht benutzt werden können. Das hat zwei Gründe, wie Vorstand Köhler erläuterte. In der Zeit, in der die vom Salzwasser beschädigten und dadurch in ihrer Standsicherheit bedrohten Betondecken mehrere Zentimeter tief bis zur Stahlarmierung abgefräst werden, sei die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben. Deshalb müssen die Decken abgestützt werden.

Wegen der Stützen könnte allenfalls noch ein Drittel der vorhandenen Stellplätze auf der C-Ebene genutzt werden. „Mit größter Anstrengung könnten es noch 40 von 120 Stellplätzen sein“, sagt Oberbürgermeister Mathias Neuner. Zudem lasse sich aber auch nicht ausschließen, dass beim Abfräsen Löcher entstehen und darunter geparkte Fahrzeuge durch den hohen Druck der Fräsgeräte (2000 bar) und Betonteile beschädigt werden, ergänzte Vorstand Köhler. Dann gäbe es zwar noch die oberste Ebene unterm Schlossberg, doch sie kann nicht angefahren werden. Sie wurde in Zeiten des Kalten Krieges für den Zivilschutz errichtet, ist aber inzwischen ohne Funktion.

Und der befürchtete Parknotstand? Köhler und Lange verwiesen dazu erst einmal auf die Nutzerstruktur in der Schlossberggarage:

  • 58 Dauerparker;
  • 117 14-Stunden-Parker. Das sind in erster Linie Personen, die tagsüber zum Arbeiten in die Stadt kommen;
  • Die 116 Nachtparker sind in der Regel Landsberger, die auswärts arbeiten und nur nachts ein Dach über ihrem Auto haben wollen, sowie sogenannte Kurzparker, die für die Zeit ihrer Erledigungen in der Stadt ihren Wagen abstellen.

So viel kostet das Projekt

Den Dauer-, 14-Stunden- und Nachtparkern sollen Nachtparkplätze in der Lechgarage angeboten werden. Den 14-Stunden-Parkern dürfte freilich mit einem Nachtstellplatz wenig gedient sein: Diese könnten am Tag wie die Kurzparker auch auf die Waitzinger Wiese ausweichen, heißt es dazu von der Stadt. Dort bestünde insgesamt eine Kapazität von über 600 Stellplätzen, so Oberbürgermeister Neuner. Der Weg in die Stadt sei zwar etwas weiter, räumt er ein, verweist aber mit Blick auf die Kurzparker auch auf den Preisvorteil der Waitzinger Wiese. „Vier Stunden kosten da 50 Cent, in der Tiefgarage sind es 4,80 Euro.“ Wer von Osten in die Stadt kommen will, soll zudem auf den Park-&-Ride-Platz beim Baumarkt Do It gelenkt werden. Von dort aus kann es mit den Buslinien 1 und 30 in die Altstadt gehen – alle 15 Minuten fährt von dort ein Bus ab.

Die Garagensanierung verursacht eine außerplanmäßige Abschreibung, erklärt Vorstand Lange. Sprich: Die beiden Parkdecks haben nicht so lange gehalten wie ursprünglich gedacht. 800.000 Euro müssen abgeschrieben werden, dazu kommen 600.000 Euro Parkgebührenausfall. Die eigentlichen Investitionen werden mit rund zwei Millionen Euro veranschlagt.

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