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Kaufering

27.01.2020

Wofür Kaufering heuer sein Geld ausgibt

Über die Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte Don Bosco wurde in Kaufering lange diskutiert.
Foto: Julian Leitenstorfer

Plus Der Finanzausschuss der Marktgemeinde Kaufering berät über die Großprojekte im Jahr 2020. Die Situation beim Kinderhaus Paul und Paulinchen sorgt für Diskussionen.

Die Gemeinde Kaufering muss in den kommenden Jahren mehrere Großprojekte stemmen, die jetzt auch den Finanzausschuss des Marktgemeinderates beschäftigten. Das LT gibt einen Überblick über die Debatte zum Vermögenshaushalt und Finanzplan.

  • Kindertagesstätten Viel Geld wird heuer in die Kindertagesstätten investiert. Das größte Projekt ist die Sanierung und Erweiterung von Don Bosco. Die Aufträge wurden bereits an die Baufirmen vergeben. Nach derzeitigem Stand werden 2,9 Millionen Euro fällig. Die Kommune kann mit Fördermitteln von rund 810.000 Euro rechnen.

Eine längere Diskussion im Finanzausschuss gab es wegen des evangelischen Kinderhauses Paul und Paulinchen und den 100.000 Euro, die dort möglicherweise investiert werden müssen. Dort gebe es an heißen Sommertagen massive Probleme, weil sich die Hitze unter dem Dach staue, informierte Andreas Giampa, der Leiter des Technischen Bauamts. Bis zu 35 Grad warm werde es auf dem Speicher, in dem die Krippenkinder schlafen. Es bestehe Handlungsbedarf. „Das Problem ist, dass die Erzieherinnen die Türen unten öffnen und die Wärme nach oben steigt. Die Türen müssen zu bleiben“, so Giampa. Denkbar sei auch, dass ein Hausmeister morgens um 6 Uhr bereits durchlüftet, so der Amtsleiter. Wenig hält Giampa von der Idee, das Dach zu dämmen. „Damit erzielen wir zu wenig Wirkung. Vielleicht ist eine Lüftungsanlage die Lösung, das muss geprüft werden.“

Auch über das Kinderhaus Paul und Paulinchen wurde in der Sitzung des Marktgemeinderats diskutiert.
Foto: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Gemeinderat Sascha Kenzler (UBV) regte an, eine Klimaanlage zu installieren. Das sei deutlich günstiger und funktioniere „super“, wie er aus eigener Erfahrung wisse. Giampa reagierte skeptisch. In der Verwaltung habe man Klimaanlagen – bei denen ein Rohr nach draußen gelegt wird – getestet, sagte er. Die Mitarbeiter hätten sich aber durch den Lärm so gestört gefühlt, dass diese schnell wieder abgeschafft worden seien. „Das ist der Fehler, die Klimaanlage gehört außen ans Gebäude“, entgegnete Kenzler. Der Haushaltsansatz für diesen Punkt wurde auf 50.000 Euro gesenkt.

  • Mittelschule Begonnen wird auch mit der Generalsanierung der Mittelschule, die in zwei Abschnitten erfolgt. Von 2020 bis 2022 werden hierfür jedes Jahr 400.000 Euro im Haushalt eingestellt. Die Baunebenkosten – heuer sind 73.000 Euro veranschlagt – kommen noch hinzu. Die Marktgemeinde geht davon aus, dass eine Million Euro an Fördergeldern fließen. Im ersten Abschnitt wird der Außenbereich erneuert. Dazu gehören das Dach und die Fassade. Der Dachaufbau wird ebenfalls ganz abgebaut und energetisch erneuert.
Die Kauferinger Mittelschule wird ebenfalls saniert.
Foto: Julian Leitenstorfer (Archivfoto)

Beim zweiten Bauabschnitt werden die Sanitärbereiche und die Heizung erneuert und ein barrierefreier Zugang geschaffen. Der Raum für die Schulfächer Physik, Chemie und Biologie muss so hergerichtet werden, dass dieser wieder den Sicherheitsvorschriften entspricht, und auch die Technik sei veraltet und nicht mehr funktionstüchtig, informierte das Bauamt vor knapp einem Jahr auf Nachfrage des LT. Zudem müssten alle Innendecken saniert und die Beleuchtung ausgetauscht werden. Vorgesehen ist zudem der Einbau eines Büros und eines Sitzungssaals sowie die Einrichtung einer Werkstatt für die Praxisklasse, hieß es damals. Für den zweiten Abschnitt hat das Bauamt 2,5 Millionen Euro veranschlagt.

  • Feuerwehr Eingeplant sind im aktuellen Haushalt für den Neubau des Feuerwehrhauses am bestehenden Standort 300.000 Euro. Dabei handelt es sich um Planungskosten. Der Baubeginn wird voraussichtlich 2021 erfolgen und in den Jahren 2022/23 sollen dann die neuen Fahrzeuge angeschafft werden. Mehrere Jahre wurde in Kaufering darüber diskutiert, welche Lösung für das Feuerwehrhaus am sinnvollsten ist. Im vergangenen Mai entschieden sich die Gemeinderäte dann für einen Neubau und gegen eine Sanierung, nachdem die Verwaltung informiert hatte, dass beide Varianten rund 7,3 Millionen Euro kosten würden.
  • Fahrradwege Für die Kauferinger Radfahrer gibt es derweil eine gute und eine schlechte Nachricht. Der Auftrag für den Radweg in Richtung Epfenhausen wurde vergeben. Im März sollen die Bauarbeiten beginnen. Ein Wirtschaftsweg entlang der Bahn soll für Radfahrer asphaltiert werden. Die einkalkulierten Kosten hierfür liegen bei 780.000 Euro. Auf das nächste Jahr wurden hingegen die Arbeiten an der Radlertrasse entlang der Bahnstrecke zwischen Landsberg und Kaufering verschoben. Hier wird mit Kosten von etwas mehr als 900.000 Euro gerechnet.
  • Straßenbau Bauarbeiten werden dieses Jahr laut Andreas Giampa in der Thomas-Morus-Straße auf einer Länge von 300 Metern stattfinden. Betroffen davon ist auch der Kreuzungsbereich mit der Dr.-Gerbl-Straße. Dort werden neue Wasser-, Fernwärme- und Glasfaserleitungen verlegt. Auch der Gehweg soll neu gepflastert werden. Der Bereich vor dem dortigen Kindergarten werde aber ausgespart.
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