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Vilgertshofen

04.05.2018

Wofür das Geld ausgegeben wird

Für die Neugestaltung des Friedhofs in Vilgertshofen muss die Gemeinde heuer 80.000 Euro im Haushalt einplanen.
Bild: Thorsten Jordan

In der Gemeinde Vilgertshofen könnte ein Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Für den Grunderwerb sind dafür 1,2 Millionen Euro eingestellt. Auch der Friedhof kostet.

Der dickste Brocken im Haushaltsplan der Gemeinde Vilgertshofen sind mit 1,2 Millionen Euro die Kosten für Grunderwerb. Geplant ist, heuer ein neues Gewerbegebiet zu schaffen. Dafür müssten erst entsprechende Flächen gekauft werden. Für Baumaßnahmen wie die Erweiterung des Kindergartens in Stadl oder die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Pflugdorf werden die großen Summen wohl erst in den nächsten Jahren zum Tragen kommen.

Der Bürgermeister will keine neuen Schulden machen

Und so freut sich Bürgermeister Albert Thurner über „einen Haushalt, mit dem man gut leben kann und mit dem alle anstehenden Maßnahmen finanziert werden ohne neue Schulden“. Allerdings müssten die 1,2 Millionen Euro für die Flächen für ein neues Gewerbegebiet aus den Rücklagen entnommen werden. Wobei laut Thurner noch gar nicht feststeht, wo dieses Gewerbegebiet entstehen könnte. So sei es durchaus möglich, dass die Gelder heuer gar nicht benötigt werden. Auf die Frage des Zweiten Bürgermeisters Markus Müller, ob es nicht sinnvoller wäre, bei der derzeitig günstigen Zinslage den Kauf der Flächen für ein neues Gewerbegebiet über ein Darlehen zu finanzieren, antwortete Thurner: „Wir müssen ja nicht jedes Jahr Schulden machen.“

Schulden auf der einen, Rücklagen auf der anderen Seite

Insgesamt schließt das Finanzkonstrukt im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit einem Volumen von knapp 4,9 Millionen Euro ab, im Vermögenshaushalt mit 3,6 Millionen Euro. „Ins Rennen“ geht die Gemeinde Vilgertshofen, wie es Kämmerer Klaus Schneider ausdrückte, mit einem Rücklagen-Stand von knapp 2,5 Millionen Euro und einem Schuldenstand von 1,4 Millionen Euro.

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Bevor die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Pflugdorf ansteht, wird in diesem Jahr nach Aussage des Bürgermeisters keine große Straßensanierung ins Auge gefasst. Deshalb liege die Planung für Straßenunterhalt bei „nur“ 165.000 Euro. 72.000 Euro werde die Sanierung der Leichenhalle in Mundraching verschlingen und die Fertigstellung des Friedhofes in Vilgertshofen (LT berichtete) wird mit rund 80.000 Euro zu Buche schlagen.

Fast eine halbe Million Euro für das Kanalnetz

Weil 41 Schüler aus dem Gemeindegebiet die Mittelschule in Fuchstal besuchen kalkuliert die Gemeinde 123.000 Euro Kosten, die zu begleichen sind. 58.000 Euro werden vermutlich benötigt, um die Antonius-Kapelle und die Kirchentreppe in Issing instand zu setzen.

Viel Geld muss die Gemeinde Vilgertshofen in Sachen Wasser- und Abwasserwirtschaft in die Hand nehmen. Für die Kanalsanierung in Pflugdorf, Stadl und Issing wurden 430.500 Euro veranschlagt, für die Sanierung des Pumpenhauses Lechmühlen, die Reinigung des Hochbehälters und Leitungsreparaturen weitere 65.000 Euro. Diese Zahlen wirken sich auch auf die Wasser- und Abwassergebühren in der Gemeinde aus. Sie werden, wie bereits berichtet, erhöht.

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