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Hofstetten

27.03.2018

Wohin mit dem Regenwasser?

Wenn es viel regnet, werden die Schulstraße und der angrenzende Sportplatz in Hofstetten immer wieder überschwemmt.
Bild: Thorsten Jordan

Die Schulstraße und der angrenzende Sportplatz in Hofstetten werden regelmäßig überschwemmt. Technisch scheint das Problem jetzt lösbar.

Für den Gemeinderat gerät die Oberflächenentwässerung der Schulstraße in Hofstetten allmählich zum Albtraum. Weil Stark-regenfälle dort immer wieder die Straße und den Sportplatz überschwemmten, haben sich die Ratsmitglieder wiederholt um eine Lösung bemüht, diese aber wegen der Undurchführbarkeit jedes Mal wieder verworfen. Jetzt wurde das Thema erneut vertagt.

In der Sitzung erinnerte Bürgermeister Benedikt Berchtold seine Ratskollegen daran, dass der ursprünglich geplante Sickerbrunnen im Norden des Sportplatzes deswegen nicht gebohrt werden konnte, weil dieses Vorhaben („auch wegen der kostenträchtigen Auflagen des Wasserwirtschaftsamtes“) zu teuer geworden wäre. Auch die zweite Lösung, „einen Ortungsschlitz zu baggern, um zu sehen, ob dort genug kiesiger und damit wasserdurchlässiger Boden vorkommt“ musste zu den Akten gelegt werden, weil die Grundstücksbesitzer versicherten: „Richtig kiesig ist der Boden nicht, sondern auch mit Lehm versetzt“. Was soviel bedeutete, dass der Grund „nicht hundertprozentig sickerfähig ist“.

Gemeinde müsste Grund kaufen

Eine mögliche Lösung brachte ein ehemaliger Gemeindearbeiter ins Spiel. Da er aus der Praxis wusste, wo die Rohre und Leitungen der Kanalisation im Boden liegen, klärte er den beauftragten Tiefbauplaner Max Lang darüber auf, dass an der nahen Antoniuskapelle „ein 300er-Rohr liegt, das damals nicht angeschlossen wurde“. Für den Planer deshalb ein Grund, einen Planentwurf auszuarbeiten, der aufzeigt, wie man die notwendige Oberflächenentwässerung dort anschließen kann. Dass auch dieser Vorschlag nicht verwirklicht werden konnte, lag daran, so Berchtold, „dass im Bankettbereich der Hagenheimer Straße nicht genug öffentlicher Grund zur Verfügung steht.“ Und das Ganze auf privaten Grund zu verlegen mit der fälligen Dienstbarkeit, sei viel zu aufwendig und damit ohne die notwendige Gewissheit.

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Eine Rohrleitung in der Straße

Also erhielt Ingenieur Lang den Auftrag, eine Planung zu erstellen, in der die Rohrleitung in der Straße liegt. Das Problem dabei ist, so Berchtold, „dass mehr als 200 laufende Meter Asphalt herausgerissen werden müssen, um dort die erforderlichen Leitungen zu legen und dazwischen ein paar Kontrollschächte zu setzen und so das Oberflächenwasser in der Hagenheimer Straße einleiten zu können.“ Das weitere Problem: Diese Baumaßnahme kostet rund 150000 Euro. Und der Landkreis Landsberg als Eigentümer der Hagenheimer Straße (Kreisstraße) hat dafür nach Aussage von Bürgermeister Berchtold lediglich einen Zuschuss von 30000 Euro in Aussicht gestellt. Fazit: Bis also die Kostenfrage geklärt ist, hat der Gemeinderat das Thema Oberflächenentwässerung der Schulstraße erneut zurückgestellt.

Nicht ganz so problematisch erweist sich für das Ratsgremium die Oberflächenentwässerung Eckfeld in Hagenheim. Dort läuft zwar nach dem Regen und getauten Schnee sehr viel Wasser aus den angrenzenden Wiesen über die Eckfeldstraße und am Bolzplatz vorbei in die Gewerbeflächen und quert danach auch bewohnte Grundstücke – wobei das bodenhaltige Wasser auf seinem Weg in den Oberflächenkanal auch schmutzige Rückstände hinterlässt. Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, an den Wiesen eine Einlaufrinne zu errichten, die das Wasser entlang der alten Eckfeldstraße bis zum Oberflächenkanal leitet. Kosten: rund 25000 Euro.

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