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Unterdießen

24.08.2016

Ziemlich klein, aber sehr schmackhaft

Karl Heinz Zürch vor seinen reifenden Tomaten an der Südseite seines Anwesens.

Das Ehepaar Zürch sorgt in Unterdießen für eine ganz besondere Zier an der Hausfassade.

Nicht nur die Fuchstaler bewundern die Tomaten von Luise und Karl Heinz Zürch in Unterdießen: Die beiden Hobbygärtner ziehen seit nun bereits mehr als zehn Jahren sehr schmackhaften Zwergtomaten. Auch Bürgermeister Alexander Enthofer findet: „Eine Zier für die ganze Gemeinde. Nicht selten halten sogar Reisende auf unserer Romantischen Straße, der einstigen römischen Via Claudia, spontan an, um die Tomatenpracht in den sechs 60-Liter-Kübeln an der Frontseite des Zürcher-Hauses in einem Foto festzuhalten.“

Die korrekte botanische Bezeichnung für das prachtvolle Nachtschattengewächs an der Front seines Hauses kennt nicht einmal das Ehepaar selbst. Tomaten, lange als Liebesapfel oder Goldapfel bekannt (daher der italienische Name „pomodoro“) erhielten ihren heute gebräuchlichen Namen übrigens erst im 19. Jahrhundert. Die Tomate ist als Nachtschattengewächs eng mit anderen wichtigen Gemüsepflanzen wie der Kartoffel (Solanum tuberosum), dem Paprika (Capsicum) und der Aubergine (Solanum melongena) verwandt, aber auch mit Pflanzen wie Tollkirsche, Alraune, der Engelstrompete, der Petunie oder dem Tabak.

„Wie an einer Perlenschnur aufgehängt,“ schwärmt bewundernd auch Luise Vogel, die Zweite Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Unterdießen-Oberdießen (mit Dornstetten).

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Erstaunlich: „Nicht selten pflücken wir pro Jahr 1600 dieser kleinen Paradiesäpfel. Das reicht unsere Familie für den ganzen Winter“, schmunzelt Karl Heinz Zürch: „Aus eigenem Samen vorgezogen“ und mit Hornspänen liebevoll aufgepäppelt.“

Im August beginnt das Ehepaar Zürch jedoch, die Vermehrung der Liebesäpfel zu bremsen und pflückt den die dann noch grünen Früchte. Karl Heinz Zürch: „Diese Früchte könnten ohnehin nicht mehr reifen und nähmen der Staude Kraft.“

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