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Bauausschuss

09.05.2016

Zu massiv für den Ortsrand

Dießener Gremium lässt an der Bannzeile keine Überschreitung zu

Sieben Häuser auf einem Grundstück am nördlichen Ende der Bannzeile in Dießen, das ist dem Bauausschuss zu viel. Das Gremium lehnte einen Antrag auf Bauvorbescheid einstimmig ab. Das Grundstück ist fast 5200 Quadratmeter groß, fast 2600 Quadratmeter liegen davon innerhalb des Geltungsbereiches Dießen Ia-Nord, der Rest im Außenbereich. Den Ausschussmitgliedern war die beantragte Baudichte zu massiv, die Grundflächenzahl wird bei den Gebäuden überschritten, sie beträgt 0,25 statt der festgelegten 0,22. Außerdem befinden sich bei einigen Häusern die Terrassen außerhalb des Bauraumes. Argumentiert wurde unter anderem damit, dass am Ortsrand lockerer gebaut werden sollte.

Skeptisch waren die Ausschussmitglieder auch hinsichtlich eines Neubaus eines Wohn- und Geschäftshauses in der Burgwaldstraße in St. Georgen. Ein Kritikpunkt war hier, dass die Auflagen des Vorbescheids nicht eingehalten würden. Geplante Geländeveränderungen hätten im Bauantrag detailliert dargestellt werden müssen ebenso wie die Einfriedung zur Straße hin. „Und besonders geärgert hat mich, dass die schöne Rotbuche gefällt wurde“, schimpfte Franz Kubat (Dießener Bürger). Auf die „ortsbildprägende Rotbuche“ hätte „im größtmöglichen Umfang Rücksicht genommen“ werden sollen, so die Vorgabe im Bauvorbescheid. Der Bauantrag wurde 9:1 abgelehnt. Einstimmig zugestimmt wurde unter anderem dem Bauantrag des Reit- und Fahrvereins, der den Reitplatz am Rand des Schacky-Parks erweitern will.

Ohne Diskussion erfolgte auch das Ja für die gemeindlichen Anträge das Kinderhaus in Riederau zu erweitern und einen weiteren Container an der Carl-Orff-Schule aufzustellen sowie dort auch noch einen Pavillon zu bauen. Zugestimmt wurde auch dem Bau eines Treppenaufgangs an dem denkmalgeschützten Haus Herrenstraße 7. Es handelt sich um einen Anbau im Norden des Gebäudes, welcher von der Straße aus nicht zu sehen ist. Ein bisher dort vorhandener Anbau aus den 1970er-Jahren wird abgerissen. Eine historische Dachgaube wird versetzt.

Beschlossen hat der Bauausschuss auch, die Kreuzung von Curry Park und Staatsstraße in Riederau umzugestalten, so wie dies in einer Bürgerversammlung vorgestellt worden war. Derzeit verführt eine lang gezogene Kurve dazu, schnell in die Straße Curry Park einzufahren. Dieser Fahrbahnbereich soll nun schmaler gefasst und auch im Norden der Fußweg weiter nach Westen gezogen werden. Edgar Maginot (CSU) schlug vor, über Tausch einer kleinen Grundstücksfläche dort den Weg möglichst bis zum rechts abbiegenden Straßenzweig des Curry Parks zu führen. (smi)

Die Diskussion ist geschlossen.

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