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Kaufering/Geltendorf

23.05.2019

Zugpassagier greift Schaffnerin und Passagiere an

Die Polizei hat am Mittwochabend in Geltendorf einen jungen Mann festgenommen. Er hatte die Schaffnerin und andere Passagiere angegriffen.
Bild: Bundespolizei (Symbolbild)

In einem Regionalzug von Kaufering nach Geltendorf eskaliert die Situation. Ein junger Mann greift die Schaffnerin, andere Passagiere und auch die Polizei an.

Ein junger Mann aus dem Landkreis Landsberg hat am Mittwochabend in einem Regionalzug von Kaufering nach Geltendorf die Schaffnerin und Passagiere angegriffen. Einer Reisegruppe gelang es, den jungen Mann zu überwältigen. Danach griff der 21-Jährige auch noch Polizeibeamte an.

Wie die Bundespolizei mitteilt, verschaffte sich der 21-Jährige in Kaufering gewaltsam und mit obszönen Beleidigungen gegen die Schaffnerin Zutritt in die Regionalbahn. Weil der Mann sich danach äußerst aggressiv gegenüber der Bahnmitarbeiterin und weiteren Passagieren verhielt, sollte er in Geltendorf vor die Tür gesetzt werden. Als der Mann die 54-jährige Bahnmitarbeiterin nach der Abfahrt Richtung Geltendorf körperlich bedrängt hatte, rief sie um Hilfe. Drei Mitglieder einer Reisegruppe und einem Ehepaar gelang es gemeinsam, den Angreifer wegzuziehen. Als der junge Mann einer zu Hilfe gekommenen 55-Jährigen aus dem Landkreis Ostallgäu mit der Faust ins Gesicht schlug, wurde er von den Helfern zu Boden gerungen und dort bis zum Zughalt in Geltendorf und dem Eintreffen der Polizei festgehalten.

Von den Einsatzkräften wurde er gefesselt und aus dem Zug gebracht. Dabei trat der Mann mehrfach gezielt gegen die Polizisten. Einer der Beamten wurde am Bein getroffen, blieb aber unverletzt. In einem Streifenfahrzeug der Bundespolizei spuckte der junge Mann um sich. Deshalb wurde ihm eine sogenannte Spuckschutzhaube aufgesetzt.

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Die Zugbegleiterin blieb unverletzt, beendete jedoch in Geltendorf ihren Dienst und wurde von einem DB-Mitarbeiter betreut. Die ins Gesicht geschlagene Ostallgäuerin verzichtete zunächst auf eine medizinische Behandlung.

Erste Ermittlungen ergaben, dass der 21-Jährige seit 2012 bereits mehrmals im Bereich der Drogenkriminalität auffällig geworden war. Er gilt als psychisch auffällig und war in diesem Zusammenhang von seinen Eltern als vermisst gemeldet worden, teilt die Polizei mit. Unter ärztlicher Begleitung und Sicherung durch Beamte wurde der Mann in eine psychiatrische Klinik in Landsberg gebracht. Jetzt wird gegen ihn wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

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