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23.10.2009

Zukunft Uttings steht zur Diskussion

Utting (smi) - Im Vorfeld eines Bürgerworkshops zur Entwicklung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan hat die Freie-Wähler-Gemeinschaft Utting zu einer Informationsveranstaltung geladen, zu der über 60 Interessierte kamen. Referent war der Stadtplaner und Landschaftsarchitekt Professor Wolfgang Schreiber. Schreiber, der selbst einen Wohnsitz in Utting hat, hatte 2008 ein Studienprojekt mit Utting als Planungsgegenstand veranlasst. Die Lösungsvorschläge der Studenten für die viel diskutierten Problemstellungen der Gestaltung einer Dorfmitte, der Suche nach einem Rathausstandort oder der fehlenden Durchgängigkeit zum See, waren Ende Januar in einer Ausstellung zu sehen gewesen.

Bürgerbeteiligung im Vorfeld

Bevor sich Schreiber zu inhaltlichen Ideen zur Dorfentwicklung äußerte, stellte er das Verfahren zur Entwicklung eines Flächennutzungsplanes vor, in dem den Bürgern und Trägern öffentlicher Belange die Möglichkeit gegeben ist, sich zu äußern. Diskutiert wird in diesem Stadium aber bereits über einen Entwurf der beauftragten Planer. Für Schreiber ist jedoch eine vorherige Einbeziehung der Bürger von Vorteil.

Für Schreiber gilt es, folgende Fragen zu beantworten: Wer sind wir? (Bestandsanalyse), Welche Optionen haben wir? (Entwicklungspotenziale), Wohin wollen wir? (Zieldefinition) und Wie gehen wir vor? (Maßnahmen). Wie viel und welche Gewerbeflächen gibt es, welche Flächen wären günstig für eine Ansiedlung und wie viel Gewerbe soll überhaupt entstehen, dies ist zum Beispiel eine der Fragestellungen, die es bei der Entwicklung eines FNP zu beantworten gilt. Ebenso, welche Bevölkerungsentwicklung gewünscht wird.

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FWG-Gemeinderat Michael Weber erläuterte, dass der Gemeinderat als maximal gewünschte Einwohnerzahl bis 2026 5000 angesetzt habe. Bis dahin ist der neue FNP bei einer Laufzeit von 15 Jahren wirksam. Über Ausweisung von Bauland kann die Gemeinde auf diese Entwicklung einwirken, beeinflusst nach Schreibers Ausführungen so aber auch die Grundstückspreise. Der Planer erläuterte in seinem Vortrag auch, dass der FNP noch kein Baurecht schaffe und für den Bürger nicht bindend sei. Das heißt, der Gemeinderat kann zwar Wunschstandorte für beispielsweise ein Rathaus oder Gewerbeflächen im FNP definieren, solange der Eigentümer aber nicht will, kann dies auch nicht umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang hält Schreiber die Möglichkeiten einer Nachverdichtung im Innenbereich auch für eher theoretisch.

Grünzug und wichtige Hauptachse durch den Ort

Planerisch sieht Schreiber in Utting zwei wichtige Achsen gegeben: Zum einen eine Linie von einem Teilzentrum Schule/Kirche hinunter zum Dorfbrunnen über die Bahnhofstraße/Bahnhof hin zum Summerpark, wobei hier die Barriere Bahnlinie zu überwinden ist. Die zweite Achse ist der Grünzug Tal des Lebens-Mühlbach. Den Bach durchgängig machen und die ebenfalls durch die Bahnlinie durchbrochene Beziehung zum Ammersee wiederherstellen, ist hier für ihn ein mögliches Planungsziel.

Die Diskussion ist geschlossen.

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