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Ruethenfestspiel

17.06.2012

Zurück nach Landsberg

Schafe spielen eine wichtige Rolle bei der Flucht auis Damasia.
2 Bilder
Schafe spielen eine wichtige Rolle bei der Flucht auis Damasia.
Foto: Thorsten Jordan

Für "Licca Line" ist der Hauptplatz Festspielort

Von Alexandra Lutzenberger

Die Mücken tanzen im Scheinwerferlicht, die Menschen sitzen vergnügt im Zentrum der Stadt – obwohl gerade die Truden über den Hauptplatz laufen, böse kichernd und bedrohlich. Doch keiner scheint so richtig Angst zu haben. Es ist Festspielzeit auf dem Hauptplatz und man genießt einen wunderschönen Sommerabend. Die Stelzer zeigen das Ruethenfestspiel „Licca Line – Die lange Fahrt ins sagenhafte Damasia“ zur 850-Jahr-Feier der Stadt – und bei der Premiere auf dem Hauptplatz sind alle voll bei der Sache – Spieler, Musiker und das Publikum. Denn an diesem Abend kann man nicht nur ein tolles Schauspiel mit hervorragenden jugendlichen Darstellern und Stelzengängern miterleben, sondern auch genießen, wie gut der Hauptplatz sich zum Verweilen eignet.

Kürzer, kompakter und wesentlich verständlicher fürs Publikum als im Jahr zuvor präsentiert sich das Stelzentheater rund um die Sagenwelt am Lechrain am Samstagabend. Die Akteure auf der Bühne zeigen eine Reise in die Fantasie, in die sagenhafte Welt von Damasia, ein Land zwischen den Zeiten mit vielen Sagengestalten (Hojemännlein, Truden, Mann ohne Kopf und Salzkönig). Sieben Flößer, die unfreiwillig hier landen, müssen sich bewähren, unterstützt von einem bereits gestrandetem „Allwei“ – dem Großvater der jungen Mälla. Bis die Sieben mit ihren Lebensfäden wieder zurück in die Heimat nach Landsberg dürfen, müssen sie durch das Land reisen und erleben viele Abenteuer.

Die Bilder, die die Künstler hier für die Zuschauer zaubern und mit Musik unterlegen, sind beeindruckend. Der weiße Salzkönig fasziniert mit seiner Gruppe der Töne, der er majestätisch voranschreitet und die Truden im Hexenkostüm treiben ihren Schabernack mit den Menschen. Die kleinen Schafe, die die Rückkehr in die Heimat erst möglich machen, sind der eigentliche Hingucker dieser Inszenierung mit ihren witzigen Kostümen und im – sicher sehr anstrengenden – gebückten Stelzengang.

Das ist eine tolle Leistung des ganzen Teams der Profigruppe „die Stelzer“, das mit den Landsberger Jugendlichen hervorragend umgesetzt wurde, und sicher ein Höhepunkt der diesjährigen Feierlichkeiten. Auch die Initiatoren zeigen sich mit dieser Produktion mehr als zufrieden. Projektleiter Wolfgang Hauck sagte gestern: „Wir konnten vorher auf dem Platz nicht üben, also war das gestern eine hervorragende Generalprobe. Wir sind aber total zufrieden und freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit den vielen Helfern. Die Feuerwehr hat sogar noch zu Beginn der Veranstaltung die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet, die Wanderfreunde den Ordnungsdienst übernommen, das funktioniert gut und wir sind hoch motiviert.“

Mehr dazu berichtet die Print-Ausgabe des Landsberger Tagblatts.

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