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Kinderbetreuung

18.05.2016

Zwei Euro mehr im Monat

Das „Haus für Kinder“ in Lengenfeld.

Ab Herbst wird es für Eltern in der Gemeinde Pürgen teurer. Zum 1. September werden die Gebühren angehoben

„Das Bayerische Rote Kreuz wirtschaftet sehr gut.“ Pürgens Bürgermeister Klaus Flüß, der mit dieser Bewertung seinen Ratskollegen die Abrechnung des BRK-Hauses für Kinder in Lengenfeld 2015 vorstellte, belegte seine Aussage auch mit Zahlen. Demnach blieben die Aufwendungen (Personalkosten, Unterhaltskosten, Sachaufwendungen Verwaltungspauschale) mit knapp 798000 Euro unter dem Haushaltsansatz. Denn dafür hatte der Gemeinderat rund 819000 Euro eingeplant. Dass dieses Mal sogar die Gehälter unter dem Ansatz geblieben sind, begründete Flüß mit dem Personalwechsel und hier vor allem mit der Einstellung junger Kindergärtnerinnen, „die noch nicht so viel kosten“.

Rund ein Drittel höher lagen im Berichtsjahr 2015 jedoch die Personalkosten für die Schulkindbetreuung. Während der Haushaltsansatz von 14500 Euro ausgegangen war, waren es am Ende 22200 Euro. Trotzdem: Beim Blick auf die Erträge hat die Gemeinde eine besonders gute Ausgangsposition. Während bereits 2014 Rücklagen in Höhe von gut 43000 Euro gebildet werden konnten, waren es 2015 sogar knapp 67000 Euro. „Als Überschuss“, so Bürgermeister Flüß, „ist dieser Betrag zweckgebunden für das Haus für Kinder, weil wir das Geld für die Erweiterung des Kindergartens benötigen.“

Dennoch hielt das Ratsgremium danach aber auch eine „moderate Erhöhung der Elternbeiträge“ für angebracht. Ein Gemeinderatsmitglied verteidigte dies mit der Erinnerung an die Zeit, wo der Gemeinderat vor drei oder vier Jahren auf eine Anhebung verzichtet hatte, was dann zu einem Defizit geführt habe. „Das darf uns nicht wieder passieren“, mahnte er.

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Der vom BRK erwirtschaftete Überschuss ist denn auch eine technische Größe aufgrund einer positiven Abweichung von den Planzahlen. Tatsächlich trägt auch in Pürgen den größten Kostenanteil an Kindergarten und -krippe die Gemeinde. Im diesjährigen Haushalt sind dafür 367000 Euro vorgesehen, das sind knapp 44 Prozent der gesamten Ausgaben in Höhe von 836000 Euro.

Für die Hauptbuchungszeit (vier bis fünf Stunden pro Tag) steigt die monatliche Gebühr im September von 96 auf 98 Euro. Bei längeren Buchungszeiten fällt der Anstieg etwas geringer aus. Den größten Aufschlag gibt es bei der drei- bis vierstündigen Krippenbetreuung: Die Gebühr hierfür soll von 156 auf 162 Euro angehoben werden. (her/ger)

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