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Kreis Landsberg

17.01.2020

Zwei Festnahmen nach Brandserie: Verdächtige gestehen

Die Polizei hat zwei Verdächtige festgenommen, die für die Brandserie im Kreis Landsberg verantwortlich sein sollen.
Bild: Polizei Landsberg (Archiv)

Mehrere Wochen tobte im Landkreis Landsberg eine Brandserie. In der Nacht auf Freitag gelang der Polizei der Zugriff. Einer der Verdächtigen ist bereits polizeibekannt.

Sie sollen zwölf Brände im Landkreis Landsberg und dem Nachbarlandkreis Weilheim-Schongau gelegt haben. Dabei brannten mehrere Feldstadel ab und bei Scheuring sogar ein Feldstall mit mehr als 200 Schafen. In der Nacht auf Freitag hat die Polizei im Gemeindebereich Unterdießen zwei mutmaßliche Täter gefasst. Damit ist der Ermittlungsgruppe „Feldscheune“ gelungen, die Serie zu stoppen.

Zwei Männer sollen Brände im Kreis Landsberg gelegt haben

Im Rahmen einer Pressekonferenz gab die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck am Freitagnachmittag Einzelheiten bekannt. Demnach handelt es sich bei den mutmaßlichen Tätern um einen 25-Jährigen aus dem südlichen Landkreis Landsberg und einen 24-Jährigen aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Beide Männer kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei der Bundeswehr, wie Kripo-Chef Manfred Frei sagte.

Erster Polizeihauptkommissar Michael Strohmeier zeigt, wo die mutmaßlichen Brandstifter überall zugeschlagen haben sollen.
Bild: Thorsten Jordan


Der 25-Jährige hat in der Vergangenheit bereits Bekanntschaft mit der Polizei gemacht. Gegen ihn wurde wegen Diebstahls, Fahrens ohne Führerschein und anderer Delikte ermittelt. Er ist derzeit arbeitslos. Der andere Mann gilt bislang als unbescholten und arbeitet als Soldat.

Hier können Sie die Pressekonferenz noch einmal anschauen. Sollte das Video auf Ihrem Gerät nicht korrekt abspielen, finden Sie das Video auch hier direkt auf unserer Facebook-Seite.

Pressekonferenz zur Brandserie

Pubblicato da Landsberger Tagblatt su Venerdì 17 gennaio 2020


Wie viele der insgesamt zwölf Brände tatsächlich auf das Konto beider Männer gehen, ist derzeit noch offen. Derzeit würden sie von den Ermittlern befragt und hätten erste Taten bereits eingeräumt - darunter den Brand am Freitag gegen 1 Uhr.

Feuerteufel im Kreis Landsberg: Tatverdächtige könnten in U-Haft kommen

In den vergangenen Wochen hatte die 14-köpfige Ermittlungsgruppe „Feldscheune“ Täterprofile angelegt, Hinweise und Spuren ausgewertet sowie eine Überwachung des südlichen Landkreises veranlasst. Allein in der Nacht seien rund 6000 Arbeitsstunden bei Streifenfahrten angefallen.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt gegen die beiden Männer derzeit wegen vorsätzlicher Brandlegung. Am Samstag sollen sie dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser entscheidet dann über eine Unterbringung in Untersuchungshaft. Der bei der Brandserie entstandene Schaden wird derzeit auf rund 600.000 Euro beziffert.

Lesen Sie dazu auch: Brandserie: So kam die Polizei den Verdächtigen auf die Spur (Plus+)

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