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Kommunalwahlen

24.02.2014

Zwei Kandidaten wollen Wörl beerben

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Ferdinand Holzer (CSU-Bürgergemeinschaft).
Bild: Bonnfinanz

Ferdinand Holzer und Sebastian Herbig wollen Bürgermeister in Egling werden

Am 16. März haben die Bürger in Egling die Qual der Wahl: Fünf politische Gruppierungen buhlen um die Wählergunst und bieten mit insgesamt 57 Kandidaten für die 14 Plätze im Gemeinderat reichlich Auswahl. Feststeht: Zum 1. Mai wird es einen Amtswechsel im Rathaus geben. Der amtierende Bürgermeister Leonhard Wörl stellt sich nach zwölf Jahren nicht mehr zur Wiederwahl. Sein aktueller Stellvertreter Ferdinand Holzer (CSU-Bürgergemeinschaft) und Sebastian Herbig (Dorfgemeinschaft) wollen den langjährigen Gemeindechef in dem rund 2300 Einwohner zählenden Ort beerben.

Alter Hase gegen politischer Quereinsteiger: So lautet das Duell zwischen Ferdinand Holzer und Sebastian Herbig. Während Holzer seit 18 Jahren im Eglinger Gemeinderat vertreten ist, hat Herbig die kommunalpolitische Bühne erst betreten. Das Credo des 34-jährigen Wirtschaftsinformatikers lautet: „Ein Miteinander ist mir wichtig. Gute Kommunalpolitik wird nicht für, sondern mit dem Bürger gemacht“, heißt es unter anderem auf einem Informationszettel des Bürgermeisterkandidaten. Er hat seine politischen Ziele in acht Themenbereiche gegliedert, darunter unter anderem eine „sinnvolle und zukunftsorientierte“ Haushaltsplanung, die Neuausweisung eines Gewerbegebiets, eine Optimierung der Verkehrspolitik und eine Politik „mit dem Bürger“. Dass er gegen einen arrivierten Kommunalpolitiker antritt, weiß Herbig. „Ferdinand Holzer hat auf jeden Fall mehr Erfahrung, als ich – das lässt sich nicht abstreiten. Angst vor der Wahl habe ich aber keine“, so Herbig. Die Rückmeldungen zu seiner Kandidatur aus der Gemeinde seien durchweg positiv. „Die Menschen, die mich kennen wissen, dass ich ein Macher bin, zu dem stehe, was ich sage, und keine Versprechungen mache, die ich nicht halten kann.“ Nach Angaben Herbigs sei die Dorfgemeinschaft Egling-Heinrischshofen seines Wissens nach auch die einzige Liste, die ein konkretes Wahlprogramm vorlegen könne und nicht nur politische Wahlslogans verteile. Herbig: „Mein großer Vorteil: parteilos und unabhängig. Ich habe keine finanziellen Verflechtungen und kann alleine für den Bürger und die Gemeinde handeln.“

Zweiter Bürgermeister Ferdinand Holzer, der Amtsinhaber Leonhard Wörl beerben will, geht eigenen Worten nach mit Respekt in die Wahl. „Selbstverständlich habe ich Respekt vor meinem Gegenkandidaten. Einerseits bringt er zwar nicht die Erfahrung mit, andererseits kann er auch völlig unbelastet in die Wahl gehen“, so Ferdinand Holzer. „Ich bin zwar guter Dinge, was meine Wahl zum Bürgermeister angeht, aber zu sicher darf man sich auch nicht sein.“ Seine Partei geht mit dem Leitsatz „Bewährtes erhalten – Neues gestalten“ in die Wahl.

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Neben einer für Familien und Gemeinde finanzierbare Kinderbetreuung sind der Neubau eines zweiten Trinkwasserbrunnens sowie eine verbesserte Verkehrssicherheit auf dem Schulweg in der Aufstraße Ziele. Außerdem will die CSU/Bürgergemeinschaft „erschwingliches Bauland für Einheimische und Gewerbetreibende“, die Nahversorgung ausbauen und einen Arztstandort in der Gemeinde. Holzers wichtigstes Ziel ist die Verbesserung der Infrastruktur. Außerdem will der Finanzfachmann durch ein „Wirtschaften mit Augenmaß“ für stabile Finanzen der Kommune sorgen.

Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2008 hatte die CSU-Bürgergemeinschaft mit fünf Mandaten die meisten Sitze im Gemeinderat geholt. Zwölf Kandidaten bietet die Gruppierung diesmal auf. Als größte Liste tritt die Bayernpartei an (14 Kandidaten) und verfügt aktuell über zwei Plätze im Gemeinderat. Bei der Wählergemeinschaft Heinrichshofen sind es elf, wobei sich von den drei amtierenden Gremiumsvertretern Johann Schreiber, Martin und Gabriele Wölzmüller keiner mehr zur Wahl stellt. Einen hohen personellen Wechsel gibt es bei der Dorfgemeinschaft Egling-Heinrichshofen, die aktuell vier Gemeinderäte stellt. Drei von ihnen treten von der politischen Bühne ab (Maria Berchtold, Anton Herz und Franz Löffler), Martin Sieber ist zur CSU/Bürgergemeinschaft gewechselt und kandidiert für diese. Erstmals tritt bei Kommunalwahlen in Egling der im Dezember gegründete Ortsverband der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) an. Die ÖDP-Liste umfasst zehn Kandidaten.

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