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Brandschutz

22.01.2015

Zwei Wehren unter einem Dach?

Das Feuerwehrgerätehaus in Weil. Ein Neubau für das in die Jahre gekommene Gebäude steht im Raum.
Bild: Walter Herzog

Nicht nur bei den Fahrzeugen stehen in der Gemeinde Weil Neuanschaffungen an. Auch am Raumkonzept soll sich etwas ändern. Neubauten könnten kommen

Über das Feuerwehrgesamtkonzept und über die Beschaffung von bis zu drei Feuerwehrfahrzeugen für die Feuerwehren der Flächengemeinde Weil mit seinen sechs Ortsteilen hat der Gemeinderat jetzt beraten. Wieder einmal, möchte man sagen, denn das Thema Feuerwehrgerätehäuser und Feuerwehreinsatzfahrzeuge, beide möglichst eingebunden in ein Gesamtkonzept, begleitet das Ratsgremium nun schon einige Jahre. Nun aber haben die Kommandanten in Zusammenarbeit mit Bürgermeister Christian Bolz und dessen Stellevertreter Franz Schäufler dem Ratsgremium ein Arbeitspapier präsentiert, auf dessen Basis konkrete Maßnahmen eingeleitet werden sollen.

Zunächst wurde die Verwaltung beauftragt, für die Beschaffung von drei Tragkraftspritzenfahrzeugen (TSF) mit Normbeladung Marktdaten als Grundlage für eine Beschaffung zu erarbeiten. „Wir wollen nach Möglichkeit noch in diesem Frühjahr ausschreiben“, so der Rathauschef, und weiter: „Die Flotte ist veraltet und muss dringend ersetzt werden.“ Vorgesehen seien die drei Einsatzfahrzeuge für die Wehren in Petzenhausen, Pestenacker und Beuerbach. Dazu könnte noch ein viertes TSF kommen, für die Gemeinde Scheuring. „Dies wäre ein erster Schritt zu der von mir angesprochenen interkommunalen Zusammenarbeit“, sagte Bolz und erhofft sich durch die Sammelbestellung günstigere Konditionen zu erreichen. Rund 80000 Euro müssten wohl für ein TSF angesetzt werden, meinte der Bürgermeister.

Auch für die Wehr in Geretshausen steht im Konzept ein „Dringend erforderlich“ für ein neues TSF. Deren Einsatzfahrzeug lief zwar schon im Jahre 1960 vom Band, aber die Ersatzbeschaffung steht unter dem Vorbehalt, dass zunächst ein neues Feuerwehrhaus zur Verfügung stehen sollte. Das wiederum stehe in unmittelbarem Zusammenhang mit den Planungen für ein neues Feuerwehrgerätehaus für die Feuerwehr Weil.

Auch hier signalisiert das Feuerwehrkonzept sofortigen Handlungsbedarf. Über die Raumnot und diverse Sicherheitsmängel berichtete das LT mehrfach.

Das Gesamtkonzept reicht bis ins Jahr 2020

Geprüft wird laut Bürgermeister derzeit, inwieweit die Feuerwehr im Bauhof an der Beuerbacher Straße integriert werden könnte. Auch ein Neubau im Bereich Weil sei denkbar, ebenso auf der grünen Wiese zwischen Geretshausen und Weil. „Grundstücksverhandlungen laufen“, sagte Bolz, wollte aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts Näheres sagen. Zu dieser dritten Lösung untersuche man aktuell, ob es Sinn mache, zwei Feuerwehren in einem gemeinsamen Gerätehaus unterzubringen. „Es muss erlaubt sein, dass wir über alle Möglichkeiten nachdenken“, sagte dazu Bürgermeister Bolz.

Für weitere Bau- und Beschaffungsmaßnahmen sieht das vorgelegte Gesamtkonzept einen Zeitrahmen bis in das Jahr 2020 vor. Der Möglichkeit, die kleinen Feuerwehren zu einer Stützpunktwehr umzustrukturieren, sei eine Absage erteilt worden. „Allgemeine Willensbildung ist es, die Ortsteilfeuerwehren zu erhalten“, sagte Bolz zusammenfassend.

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