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Bei der Premiere des neuen Landsberger Stadtfilms ist der Andrang groß

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Neuer Stadtfilm: Bei der Premiere ist der Andrang groß

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    Zur Premiere von Rudolf Gilks neuem Landsberger Stadtfilm kamen zahlreiche Gäste.
    Zur Premiere von Rudolf Gilks neuem Landsberger Stadtfilm kamen zahlreiche Gäste. Foto: Thorsten Jordan

    Es ist nicht das bewegte Aneinanderreihen einzelner Ereignisse, das Rudolf Gilk seit 1970 seinem Publikum vorführt, es sind die bewegenden kleinen, mit seiner Kamera eingefangenen Details, die so ein besonderes Heimatgefühl vermitteln. Dafür bedankte sich jetzt stellvertretend Landsbergs Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl bei der Premiere des neuen Stadtfilms im fast vollbesetzten Olympiakino.

    Baumgartl hat nachgerechnet, es müssten 28 Stadtfilme sein, die Gilg produziert hat, zunächst mit halbstündiger Spieldauer. „Nach der Amtsübernahme von Franz-Xaver Rössle, wurden sie dann in Spielfilmlänge gezeigt.“ Sie dankte auch Klara Gilg, die mit ihrem Mann viel Zeit im Schneideraum verbrachte. Als sie dann die unverwechselbare Kommentarstimme des Filmemachers lobte, brandete zustimmender Applaus auf. „Beim ersten Stadtfilm 1970, der noch in schwarz-weiß ausgestrahlt wurde, waren gerade mal 20 Leute da“, erzählte Rudolf Gilk von den Anfängen.

    Eine Szene aus 2024: Altstadt-Bewohner demonstrieren gegen Demonstranten

    Zum Inhalt des Stadtfilms: Rund um den Globus und in Landsberg ist viel passiert in den vergangenen beiden Jahren. 2024, im Jahr der Zeitenwende, ist die Coronakrise überstanden, doch die Montagsdemos bleiben. Die Bewohner der Altstadt sind genervt, sie demonstrieren gegen die Demonstranten. Rudolf Gilk gelingt es immer wieder, kleine Szenen groß herauszubringen und humorvoll zu kommentieren. „Wer weiß, wie es in der g‘spinnerten Welt weitergeht“, so Gilk. Erst mal lustig, mit dem Faschingsumzug 2024, der mit einem gewaltigen Traktoren-Aufgebot durch die Stadt rollt. Eine Ausstellung im historischen Rathaus erinnert an die einstige Hitler-Stadt, aus der eine Stadt der Versöhnung wurde, wie die Partnerschaft mit dem Holocaustmuseum Ghetto Fighters‘ House und das Liberations-Konzert zeige.

    Rudolf Gilk bei der Begrüßung mit Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl im Landsberger Olympiakino.
    Rudolf Gilk bei der Begrüßung mit Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl im Landsberger Olympiakino. Foto: Thorsten Jordan

    Die Präzession, die es braucht, einen Maibaum in Pitzling aufzustellen, dokumentiert Gilk ebenso authentisch und sympathisch, wie den Fortschritt auf sämtlichen Baustellen, vor allem der, des von allen heißgeliebten Inselbads. Sportlich stellt er zwei Weltmeister vor, erzählt bebilderte Geschichten vom großen Trachtenumzug anlässlich des Lechgau-Trachtenfests. Welch bleibende sichtbare Freude bei Cornelia Rapp für den Kunst- und Kulturpreis und später bei Vroni Döring für den Goldenen Ehrenring der Stadt. Gilk hält sie fest. Die Feuerwehr zeigt, was sie alles hat und kann. Eine Landsberger Delegation „mit Außenminister Harry Reitmeir“ fliegt nach Hudson in Ohio und Trumps Wiederwahl kommentiert der Filmemacher mit „Jessas, er scho wieder“.

    Das neue Klo-Häuschen schwebt am Landsberger Bahnhof ein: Rudolf Gilk ist dabei

    Das Jahr 2025 ist laut Gilk das Jahr der Jubiläen: 400 Jahre Schuhhaus Pflanz, 150 Jahre Stadtteilfeuerwehren, 25 Jahre Lange Kunstnacht. Davon gibt es magische Ansichten von der Lichtinstallation auf der Stuckfassade des Rathauses. Auch bei der 600-Jahr-Feier am Bayertor gelingen Gilk Aufnahmen mit überraschenden Bildeinstellungen. Gefeiert wurde viel, beim Brückenfest und bei der italienischen Nacht undm Bahnhof schwebt ein Wunderwerk der Technik ein, das 260.000 Euro teure, sich selbstreinigende Klo-Häuschen.

    Es sind nicht nur Bilder von großen Events, die dem Film einen liebenswerten Charme verleihen, sondern auch die stillen, publikumsfernen Episoden. Etwa wenn Schwimmmeister Christian Wappler mit Taucherausrüstung in einem Becken des Inselbads eine einzige hellblaue Fließe austauscht, verfugt und sie noch einmal streichelt, denn nach der Sanierung wird es sie nicht mehr geben.

    Die nächsten Termine für den Landsberger Stadtfilm sind Samstag, 7. Februar, um 14 Uhr und Sonntag, 8. Februar um 11 Uhr.

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