Bis in den Mai hinein sind es wieder schöne Wochen für die Bierbrauer, wenn sich viele Menschen an ihren vollmundigen Bockbieren laben. Starkbier ist ein PR-Faktor weit über den Nockherberg hinaus geworden. Es gibt kaum noch ein Dorf ohne Starkbierfest mit Fastenprediger. War früher am Faschingsdienstag für 40 Tage der Spaß zu Ende, beginnt er heutzutage vielerorts erst nach dem Aschermittwoch.
Wenn der Maibock getrunken ist, ist die Saison auch schon wieder zu Ende und die Lage der Brauwirtschaft ist fast so trüb wie im „Dry January“. So öffentlichkeitswirksam Starkbieranstiche oder die Wiesn auch sein mögen, sie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bierkonsum massiv zurückgeht. Die immer lauteren Warnungen vor den Gesundheitsrisiken des Alkohols schließen auch das Bier ein. Einfach so zur Geselligkeit auf eine oder noch eine zweite Halbe ins Wirtshaus zu gehen, ist nicht mehr üblich. Das Bier, dem früher der Status eines Grundnahrungsmittels zugeschrieben wurde und das eine große soziale und kulturelle Bedeutung hatte, reduziert sich zum Event-Getränk.
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