Heiraten – ohne Vorbereitung und Anmeldung: Foto: Christian Rudnik
Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben mit einem stetigen Mitgliederschwund zu kämpfen. Zudem ist unter den Mitgliedern die Anzahl derjenigen, die regelmäßig einen Gottesdienst besuchen, seit Jahrzehnten rückläufig. Immer öfter wird deshalb auf kreative – und manchmal auch unkonventionelle – Aktionen und Ideen gesetzt, um die Menschen zu erreichen. Das Aschenkreuz „to go“ in der Landsberger Fußgängerzone am Aschermittwoch ist eines von mehreren Beispielen.
Im Fernsehen werden Gottesdienste schon lange übertragen. Seit einigen Jahren nutzen die Kirchen auch Livestreams, um ein breiteres Publikum zu erreichen. Immer häufiger finden auch massentaugliche Konzertgottesdienste statt, bei denen Musik im Mittelpunkt steht und die Liturgie prägt.
Fokus liegt auf Begegnung und niederschwelligen Angeboten
Auch Gottesdienste an eher ungewöhnlichen Orten scheinen beliebter zu werden. Zur Eröffnung der Landsberger Wiesn wurde im Festzelt auf der Waitzinger Wiese ein Gottesdienst gefeiert – begleitet vom Gospelchor „The Sweet 60s“. Und die evangelische Kirche in Landsberghat sich der Aktion „Einfach Heiraten“ der Evangelischen Kirche in Bayern angeschlossen. Am Aktionstag können sich Paare mehr oder weniger spontan das Ja-Wort geben.
Die Kirchen legen den Fokus auf Begegnung und Gemeinschaft. Das traditionelle Aschenkreuz wird am Mittwoch mitten in der Stadt – quasi „im Vorbeigehen“ – ausgeteilt. Es ist ein weiteres, niederschwelliges Angebot, das Kirche zu den Menschen bringt.
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