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Die Landsberger Bauernbruderschaft will Frauenhaus unterstützen

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„Wasser ist das wertvollste Gut, das wir haben“

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    Bei Jahrtag der Landsberger Bauernbruderschaft hielt Oskar Imhof einen Vortrag zur Wasserversorgung der Stadt.
    Bei Jahrtag der Landsberger Bauernbruderschaft hielt Oskar Imhof einen Vortrag zur Wasserversorgung der Stadt. Foto: Julian Leitenstorfer (Symbolfoto)

    In Abwesenheit des Vorsitzenden der Bauernbruderschaft Landsberg, Christian Leis, machte sein Vize Franz Xaver Rößle nach dem Festgottesdienst in einer kurzen Begrüßung „den Weg frei für die Weißwürste“ im Pfarrsaal der Landsberger Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Moritz Hartmann (Grüne), Zweiter Bürgermeister der Stadt Landsberg, überbrachte die Grüße der Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl zusammen mit einem Umschlag. Hartmann bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement des mit Abstand ältesten Vereins, der einen wichtigen Stellenwert in Landsberg habe.

    Moritz Hartmann wünschte die nötige Kraft und Energie zur Wahrnehmung der traditionellen Termine. Nach dem Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder, gab Herbert Freischle Zahlen aus dem Kassenbericht bekannt. Oskar Imhof informierte die Anwesenden mit einem interessanten Vortrag zum Thema „Die Wasserversorgung der Stadt Landsberg unter Berücksichtigung der Landwirtschaft“. Der langjährige Bereichsleiter der Stadtwerke ging zurück ins 15. Jahrhundert, als „hölzerne Deicheln“ als Wasserleitungsrohre dienten. „Wasser ist Leben, es ist das wertvollste Gut, das wir haben“, betonte Oskar Imhof, der 50 Jahre in der Wasserwirtschaft tätig war.

    „Wasser muss Aufgabe der öffentlichen Hand bleiben“

    Im Jahr 1989 war er am Bau des Hochbehälters am Stoffersberg beteiligt. Mit dem Wasserverbund „Pöringer Gruppe und Erpftinger Gruppe“ habe die Stadt Landsberg Großartiges zur Sicherung der Wasserversorgung geleistet. Bei seinem Ausflug in die Geschichte landete er beim Neubau des Pumpenhauses Teufelsküche 2006. „Wir stehen bezüglich der Wasserversorgung auf gesunden Füßen“, so Oskar Imhof. Im Jahr 2010 gab es den „Agenda Wasser“-Beschluss. Jedoch gebe es – seit 2018 – zu wenige Niederschläge, es werde versucht, alles zu nutzen, was an Ressourcen da sei. Durch Düngeempfehlungen gelang es, den Nitratwert erfolgreich zurückzufahren. Im Miteinander von Bauern und Politik könne viel geschultert werden. Sein Ausblick: „Der Wassercent wird kommen.“ Sein Appell: „Wasser muss Aufgabe der öffentlichen Hand bleiben.“

    Das Foto zeigt die Vertreter der Bauernbruderschaft (von links) Dr. Gerhard Strobl, Karl Matheis, Herbert Freischle und Franz Xaver Rößle mit Referent Oskar Imhof.
    Das Foto zeigt die Vertreter der Bauernbruderschaft (von links) Dr. Gerhard Strobl, Karl Matheis, Herbert Freischle und Franz Xaver Rößle mit Referent Oskar Imhof. Foto: Hertha Grabmaier

    Beim Tagesordnungspunkt „Verwendung der Spendengelder“ musste der Beschluss des vergangenen Jahres revidiert werden. Bei der beschlossenen Restaurierung des Grabkreuzes der gottseligen Bäuerin Katharina Lichtenstern (1694–1736) auf dem Landsberger Dreifaltigkeitsfriedhof konnte bis jetzt kein Konsens mit der Stadt gefunden werden. Diese habe jedoch ein Auge drauf. Nun sollen 500 Euro zur Renovierung des Grabes an die Stadt gehen – mit deren Versprechen, dass sich der Zustand verbessert.

    Anschubfinanzierung für Frauenhaus wird in Aussicht gestellt

    Auf Vorschlag von Franz Xaver Rößle fassten die 25 Anwesenden den einstimmigen Beschluss, zwei Kostüme zu je 300 Euro für die das Ruethenfest begleitenden Herolde zu spenden. Nach Klärung der sicherheitstechnischen Details wird eine Spende für die Innensanierung der Klosterkirche in Aussicht gestellt, jedoch dieses Thema ins kommende Jahr zurückgestellt. Diskussionsbedarf gab es zu Franz Xaver Rößles Anregung, die schon seit Langem im Raum stehende Errichtung eines Frauenhauses zu unterstützen. Letztlich gab es fünf Gegenstimmen zum mehrheitlich gefassten Beschluss, eine Anschubfinanzierung von 1500 Euro in Aussicht zu stellen. Bei der anstehenden Neuwahl übernahm gemäß der Rochade Franz Xaver Rößle das Amt des Vorsitzenden, und Karl Matheis wurde einstimmig zu seinem Stellvertreter gewählt.

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