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Endspurt im Landsberger Fasching: So aufregend sind die Tage für die Mitglieder der Licaria

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Eine Woche Fasching: So aufregend sind die Tage für die Mitglieder der Licaria

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    Auch der Faschingsumzug musste vorbereitet werden. Unter anderem werden im Ladengeschäft der „Schuhmacherin“  die Taschen mit den gespendeten Kamellen befüllt. Das Foto zeigt (von links) Mario Eichstädt, Tom Heise und Luisa Bredschneijder.
    Auch der Faschingsumzug musste vorbereitet werden. Unter anderem werden im Ladengeschäft der „Schuhmacherin“ die Taschen mit den gespendeten Kamellen befüllt. Das Foto zeigt (von links) Mario Eichstädt, Tom Heise und Luisa Bredschneijder. Foto: Thorsten Jordan

    Ursprünglich diente das Brauchtum, an Fasching Süßigkeiten zu verteilen, wohl dazu, die bösen Geister des Winters zu vertreiben. Doch wenn die Kinder am Straßenrand ihre leeren Beutel in die Höhe strecken, haben sie vermutlich andere Gedanken im Kopf. Und, weil man ihre erwartungsvollen Mienen keinesfalls enttäuschen möchte, hatte der Elferrat des Faschingsvereins Licaria, der den Umzug in Landsberg organisiert, vor dem Lumpigen noch alle Hände voll zu tun. Und auch davor und danach bis Aschermittwoch gibt es viel zu tun. Unsere Redaktion war am Tag vor dem Lumpigen dabei.

    Die 36-jährige Luisa Bredschneijder, Mario Eichstädt, 49, und Tom Heise, 52, haben sich am Mittwoch im Vorderen Anger in der Altstadt getroffen. Knapp 24 Stunden später werden dort Fußgruppen und Mottowagen durchziehen, jetzt wuchten die drei zahlreiche Paletten aus einem Transporter. Darin befinden sich verschiedene Schokoladen, Bonbons, Pralinen und sogar Chips. Und die müssen nun verpackt werden.

    Am Lumpigen in Landsberg gibt es jede Menge Süßigkeiten für die Kinder.
    Am Lumpigen in Landsberg gibt es jede Menge Süßigkeiten für die Kinder. Foto: Thorsten Jordan

    „Das gehört mit zu den schönsten Arbeiten der Vorbereitung“

    Mehrere 1000 Euro sind die Süßigkeiten wert. Seit drei Jahren bereitgestellt vom E-Center in der Lechwiesenstraße, liegen sie nun im Eingang der „Schuhmacherin“. Die Lage des Ladens von Luisa Bredschneijder kommt gelegen. Denn sobald die süße Ware während des Umzugs verschleudert ist, könne dort prima nachgeladen werden, so die 36-Jährige. Nach gut einer Stunde Packerei sind die weißen Beutel der Licaria und die schwarzen Mülltüten mit dem wertvollen Inhalt befüllt. „Das gehört mit zu den schönsten Arbeiten der Vorbereitung“, sind sich die drei Süßigkeitenbeauftragten des Elferrats einig. Eine sogenannte „Qualitätskontrolle“, wie Mario Eichstädt sagt, darf nicht fehlen. Und so wandert das eine oder andere Naschwerk nicht in die Beutel, sondern in die Bäuche der Helfer.

    Auf die Frage, worauf sie sich denn am meisten freuen, antworten die drei Süßigkeitenbeauftragten gleichzeitig: „Wenn der Zug abrollt und wir einfach loslaufen.“ Und natürlich „die strahlenden Kindergesichter“. Am Lumpigen ist dann das Wetter regnerisch. Doch die Licaria hat vorgesorgt. Zum Start des Gaudiwurms zieht sich der Elferrat kurzfristig ein paar Ponchos her. Luisa Bredschneijder lobt die Teamarbeit. Denn: „Nicht jeder kann immer an alles denken“. Weil das Wetter am Nachmittag eher schlechter wird, fällt der von der Licaria geplante Kinderfasching am Lumpigen buchstäblich ins Wasser. Am Vortag erklärt Elferratsmitglied Thomas Bihler noch, dass diese Veranstaltung wichtig ist, damit die Leute auch sehen, dass der Nachwuchs der Licara, die Mini-Garde, aktiv ist und man sich anschließen kann.  

    Mitglieder der Licaria bringen am Vorabend des Lumpigen Donnerstags am Hauptplatz in Landsberg den Getränkewagen in Position.
    Mitglieder der Licaria bringen am Vorabend des Lumpigen Donnerstags am Hauptplatz in Landsberg den Getränkewagen in Position. Foto: Thorsten Jordan

    Hinter den Kulissen ist die Organisation des Faschings ein regelrechter Marathon, der nicht erst am 11.11. beginnt. Sicherheitsfragen, Finanzierung und jede Menge Bürokratie, beschäftigen den Elferrat übers ganze Jahr. Kaum ist der Kehraus am Faschingsdienstag vorbei, beginnt für die Licaria auch schon die Planung für 2027. Zwar waren heuer 25 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei der Organisation dabei, doch Elferratsmitglied Simon Moritz rechnet vor, dass gut 80 Prozent vom Elferrat gestemmt werden. „Beim Inthro-Ball gab es einige Mitglieder, die gesagt haben, komm wir helfen“, erzählt Tom Heise. Doch Mario Eichstädt wirft sofort humorvoll ein, dass das Gleichen wie vergangenes Jahr waren. Der Elferrat sucht weiterhin nach helfenden Händen. Hilfe werde laut Mario Eichstädt für die Bereiche Aufbau, Abbau, Umbau oder Einbau benötigt. Aber auch beim Abzeichenverkauf sei Unterstützung notwendig. „Dafür brauchen wir am besten 30 Leute“, sagt Eichstädt. Simon Moritz zählt am Vorabend des Lumpigen nur 17 Verkäuferinnen und Verkäufer.

    Der Elferrat hat in der Faschingszeit einige Termine

    Rathaus-Sturm, Intro-Ball und Lumpiger, davor und danach auch noch andere Faschingstermine, wie der Handballerball, der Elferrat ist viel beschäftigt. Doch der Aufwand lohne sich. Beispiel Inthro-Ball: „Das ist mehr oder weniger unser Baby. Und innerhalb kürzester Zeit zu einem festen Bestandteil der Faschingssaison geworden“, sagt Tom Heise. Für die Finanzierung des Spektakels am Lumpigen Donnerstag waren der Bierwagenstand am Hauptplatz und die Abzeichenverkäufe an den Eingängen der Altstadt dringend notwendig, sind sich die Mitglieder des Elferrats einig. „Langsam finden sich auch aktive Mitglieder, die durch ihren Mitgliedsbeitrag den Verein sponsern“, sagt Heise. Und in diesem Jahr sei auch eine verbesserte Unterstützung durch die ansässige Gastronomie positiv zu vermerken gewesen. Von Alexandra Lutzenbeger und Alexander Lechner

    Feieralarm am Lumpigen in Landsberg: Wir haben die schönsten Bilder

    Landjugend Weil / Cars / Lumpiger Donnerstag / Umzug durch die Altstadt / Landsberg
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    In Landsberg herrscht am Lumpigen Donnerstag trotz Regenwetter gute Laune. Unsere Bilder vom Umzug durch die Altstadt.
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