In Schwifting wird mit Hochdruck an der Erweiterung und Sanierung des Kindergartens gearbeitet. Bürgermeisterin Heike Schappele sagt: „Der Plan ist, dass wir am 15. September fertig sind.“ Die Bauarbeiten sollen schon Anfang September abgeschlossen sein, sodass dann nur noch kleinere Arbeiten und die Abnahme ausstehen, so die wiedergewählte Bürgermeisterin. Der Gemeinderat hat derweil zum Kindergarten mehrere Entscheidungen getroffen. Eine bedeutet eine finanzielle Mehrbelastung für die Eltern, die andere soll auch der benachbarten Tagespflege und allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.
Mit dem Erweiterungsbau entsteht nicht nur zusätzlicher Platz für die Krippenbetreuung, sondern künftig auch für die Schulkindbetreuung. Hier besteht ab dem nächsten Schuljahr, beginnend mit den Erstklässlern, ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz am Nachmittag für Grundschüler. Insgesamt investiert die Gemeinde rund 2,6 Millionen Euro und die Förderung liegt bei 1,4 Millionen Euro.
Einher mit der Erweiterung geht auch, dass sich die Betreuungseinrichtung neu aufstellt und einen neuen Namen bekommt, informiert Heike Schappele: „Träger bleibt die katholische Stiftung Kita-Zentrum St. Simpert. Aus dem Kindergarten wird aber ein Kinderhaus, weil die Grundschüler dazukommen. Der Gemeinderat hat zudem einstimmig beschlossen, dass wir hier das Kneipp-Konzept umsetzen wollen.“
Ein Kneipp-Becken und ein Barfußpfad sollen deswegen nahe der benachbarten Tagespflege entstehen. „Das ist ein Mehrwert für alle“, betont Schwiftings Bürgermeisterin. Zwei Erzieherinnen haben eine entsprechende Kneipp-Ausbildung bereits absolviert, weitere sollen folgen.
Wegen der Bauarbeiten hat Schwifting, im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen, in den vergangenen Jahren die Elternbeiträge nicht erhöht. „Die Bauarbeiten sind für alle eine wahnsinnige Belastung“, blickt die Bürgermeisterin auf das Projekt, bei dem im Juni 2025 der Spatenstich erfolgte. Weil die Wärmepumpe zeitweise nicht arbeitete, wie sie sollte, musste die Kita teils ins Bürgerhaus umziehen.
Defizit im Kindergarten beträgt in Schwifting 250.000 Euro
Bei den Finanzen bestand aber ein gewisser Handlungsdruck, da die Personalkosten und Energiepreise in den vergangenen Jahren weiter stiegen. Daher beläuft sich das jährliche Defizit laut Schappele inzwischen auf über 250.000 Euro.
Um die Frage, was den Eltern zugemutet werden könne, habe es im Gemeinderat eine „lange und schwierige Debatte“ gegeben. Letztlich sei beschlossen worden, zum 1. September bei den Krippenplätzen um 15 Prozent zu erhöhen und im Kindergarten um 25 Prozent. Bei der Krippe soll der Beitrag im kommenden Jahr noch einmal um zehn Prozent steigen, informiert die Rathauschefin. Damit bewege sich die Gemeinde immer noch unter dem, was umliegende Kommunen verlangten.
Ab September gibt es Hortplätze in Schwifting
Erstmals musste im Gemeinderat der Elternbeitrag für die Hortplätze kalkuliert werden. Auch hier orientierte sich Schwifting an den Nachbargemeinden und blieb etwas unter deren Beiträgen. Demnach werden pro Monat folgende Beiträge fällig: für bis zu zwei Stunden 95 Euro, für bis zu drei Stunden 132 Euro und für drei bis vier Stunden 154 Euro. In dem Betrag allerdings noch nicht enthalten ist das Mittagessen. Für Kinder, die mindestens bis 15.30 Uhr bleiben, wird es zudem eine Hausaufgabenbetreuung durch pädagogisches Fachpersonal geben, so Schwiftings Bürgermeisterin Heike Schappele.
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