Bei der ersten Gemeinderatssitzung in Finning gab es vier neue Gesichter am Ratstisch, darunter sind auch die unterlegenen Bürgermeisterkandidaten Thomas Metzger und Dr. Benedikt Urbanek. Daneben werden organisatorische Neuerungen wirksam. So wird es in der nun begonnenen Wahlperiode einen Projektausschuss geben.
Diesen neuen Projektausschuss schlug der ebenfalls neue Bürgermeister Christoph Heumos vor: Dieses Gremium soll große Themen vorbereiten, ohne Beschlüsse zu fassen. „So können wir flexibel auf große Themen wie den Neubau des Bauhofs oder die Quartierpflege reagieren“, begründete Heumos seinen Vorstoß, der im Gemeinderat ankam. Im Projektausschuss bündelt sich vieles unter offiziellem Mantel, was früher eher informell organisiert wurde, wie zahlreiche Besichtigungen, die der Gemeinderat durchführte, um sich vor wichtigen Entscheidungen eine Meinung zu bilden. Vorteil eines solchen Ausschusses sei auch, dass die Teilnehmenden versichert sind und ein Sitzungsgeld erhalten. Dieses wurde von 25 auf 30 Euro angehoben.
Bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters setzt sich der Amtsinhaber klar durch
Dem Projektausschuss werden neben dem Bürgermeister sechs Gemeinderatsmitglieder angehören: Beate Moser und Melanie Häringer-Steber (Unterfinning), Martin Stadler und Dr. Benedikt Urbanek (Oberfinning), Dr. Stefan Hülmeyer (Finntrachinger) und Wilhelm Perutz (Entraching).
Im Zuge dieser Neuschaffung eines Projektausschusses wurden der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Bau- und Umweltausschuss von sieben auf sechs Mitglieder verkleinert, der Kindergartenausschuss von fünf auf vier.
Als Zweiter Bürgermeister wurde erneut Dr. Franz Xaver Boos gewählt. Dieser hatte bei der Kommunalwahl auch die meisten Stimmen errungen. Vorgeschlagen war auch Thomas Metzger, auf ihn entfielen zwei Stimmen.
Außerdem wurden Referenten für Jugend (Melanie Häringer-Steber und Martin Stadler), Förderprogramme (Sibylle Reiter, Benedikt Urbanek) und Senioren sowie Menschen mit Einschränkungen (Beate Moser und Sibylle Reiter) benannt.
Eine Gemeinderatssitzung im Monat soll genügen
Künftig wird der Gemeinderat nur noch einmal monatlich tagen. Sitzungsniederschriften sollen auf der Webseite der Verwaltungsgemeinschaft Windach zu finden sein. Bürgermeister Heumos sagte, wie er sich das künftige Miteinander am Ratstisch vorstellt: Als demokratisch gewähltes Gremium müsse nicht immer Einigkeit herrschen. Aber bei allen Differenzen sei der Teamgedanke wichtig und dass man sich anschließend wieder in die Augen schauen und gemeinsam weiterarbeiten könne.
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