Moderatorin Theresa Schermer hatte zur Lesung gerufen – und viele folgten der Einladung. Die „Bühne“ war ein Kunstwerk für sich: Ein silberner Kerzenleuchter mit sanftem Licht, ein rotbedeckter Leseplatz wie stilles Feuer, ein weißer Stehtisch als unschuldige Erdung, bevor die Fantasie abhob – und mittendrin Theresa Schermer, mit Esprit und Wärme, schelmisch einen schwarzen Zylinder schwenkend. Darin lagen Hinweise auf die lesewilligen Autoren, „von einem Kobold gründlich durcheinandergewirbelt“. Nach und nach zog sie 15 Namen aus dem Hut: Barbara Koopmann, Martje Herzog, Lore Kienzl, Hermann Schütz, Ruth Jakob, Klaus Wuchner, Peter Gräfen, Franz Oberhofer, Mirlo Verdad, Dr. Boris Schneider, Dr. Herbert Brims, Thomas Glatz, Roland Greißl, Klaus Büttermann und Theresa Schermer.
Um Erinnerungen zu Schweinefleisch und Frühling in Welden ging es, um Ernst und Leichtigkeit oder Rätsel und Gesichtswasser (HSch), um Blühendes und Ruhendes, Zentrales und Nachdenkliches (PG) ebenso wie Entdecktes und Geheimnisvolles, Bewegliches und Lauerndes. Temporeiches und Tückisches wurde dargelegt, Ehrfurchtgebietendes und Zukünftiges (HB), auch Richtiges und Fiktives, Überraschendes und Unverwechselbares (KB) – und fand seinen Abschluss bei Lausbuben und Hühnereiern. Die Gastleser (Initialen in Klammern) fügten sich dabei nahtlos ein in die Textvielfalt aus dem Autorenkreis, die das ungewöhnliche Thema bei den Sprachkreativen ausgelöst hatte.
Ein Herzlicher Dank gilt den Organisatorinnen vor Ort, allen voran Frau Hecht, die diesem „Wortfeuerwerk“ einen festen Stand verschaffte und den Zuhörenden bequeme Stühle. Das Ambiente zwischen Hunderten von Büchern ist jedes mal aufs Neue überwältigend für die Liebhaber der Lektüre. Was Wunder, dass Gäste wie Autoren sich mit einem Lächeln verabschiedeten von dem gelungenen Abend um Moderatorin Theresa Schermer, der sicher noch nachglimmen dürfte. Erinnerungshilfe wird angeboten unter: Landsberger-Autorenkreis.de.
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