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Kurz nach der Gebührenerhöhung bricht mal wieder eine Wasserleitung in Penzing

Penzing

Kurz nach der Gebührenerhöhung bricht mal wieder eine Wasserleitung

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    In Penzing läuft die Erneuerung des Ortsnetzes. Die Kosten werden auf die Bürger umgelegt.
    In Penzing läuft die Erneuerung des Ortsnetzes. Die Kosten werden auf die Bürger umgelegt. Foto: Wolfgang Widemann (Symbolbild)

    Kaum hat der Penzinger Gemeinderat beschlossen, die Gebühren beim Wasser und Abwasser zu erhöhen, folgt auch schon eine Havarie im sanierungsbedürftigen Leitungsnetz. Am Mittwoch informierte die Gemeinde die Bürgerinnen und Bürger über die Handy-App PPush gegen 16.30 Uhr über einen Leitungsbruch im Wessobrunner Ring. Das Problem war gegen 19.45 Uhr behoben. Bürgermeister Peter Hammer kommentierte das Ereignis mit „mal wieder ein Rohrbruch“. Die Gemeinde ist dabei, ihr Netz zu erneuern.

    In den kommenden Jahren gibt es aber noch viel zu tun, weswegen die Gebühren erhöht werden. Der Gemeinderat hat für den Zeitraum von 2027 bis 2030 beschlossen, dass der Verbrauchspreis beim Wasser von 2,90 Euro pro Kubikmeter auf 3,41 Euro steigt. Beim Abwasser erhöht sich die Einleitungsgebühr um 42 Cent auf 4,80 Euro. Die Grundgebühr bleibt mit 60 Euro stabil. Auch hier wurde diskutiert, ob die Anpassung über die Grundgebühr oder den Verbrauch erfolgen soll.

    Im Gremium waren vor der Abstimmung verschiedene Optionen von einem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater vorgestellt worden. Beim Wasser war die erste Variante eine gleichbleibende Grundgebühr von 20 Euro und eine Erhöhung der Verbrauchsgebühr auf 3,70 Euro oder eine Grundgebühr von 60 Euro und eine Verbrauchsgebühr von 3,41 Euro. Mit 12:5 stimmte die Mehrheit für zweiteres Modell. Peter Hammer verweist darauf, dass die Gemeinde trotz der Erhöhung im Landkreis noch zu den günstigeren Gemeinden gehöre.

    Wie auch für die anderen Gemeinden des Wasserversorgers Pöringer Gruppe (Weil, Schwifting, Pürgen) stehen ins Verbandsnetz und die Ortsnetze Investitionen an. Weils Rathauschef Christian Bolz machte auf den Bürgerversammlungen (Bericht folgt) schon klar, dass seine Gemeinde auch die Gebühren anheben werde, wenn im kommenden Jahr neu kalkuliert wird.

    39 Cent werden beim Abwasser als Rücklage verwendet

    Anders als bei der vergangenen Kalkulation wird Penzing aber dieses Mal nicht rückwirkend anziehen, was damals für viel Unmut gesorgt hatte. „Wir haben eine Lernkurve. Jetzt haben die Bürger mehrere Monate Zeit, um sich bis zum 1. Januar 2027 darauf einzustellen“, sagt Hammer. Er betonte, dass die Gemeinde verpflichtet sei, kostendeckend beim Wasser und Abwasser zu arbeiten.

    Die Räte befassten sich zudem mit der Frage der Rücklagenbildung beim Abwasser. Es ging darum, ob ein Wert von 100, 50 oder 30 Prozent angesetzt werden soll. Laut Hammer entschied sich die Gemeinde hier für den geringsten Wert. „Wir glauben, dass wir damit hinkommen.“ Konkret bedeutet das, dass in der Einleitungsgebühr 39 Cent enthalten sind, die für künftige Investitionen zurückgelegt werden, erklärt Zweiter Bürgermeister Manfred Schmid.

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